FeedWagner (Alexander)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Wagner (Alexander), Historienmaler, geb. 16. April 1838 in Pest, lernte an der Akademie in München, wo er ein Anhänger der Pilotyschen Richtung wurde, deren Verdienste und Schwächen daher auch sein Schaffen teilt. Sehr fruchtbar an Schöpfungen, welche meist von großen Verhältnissen sind, brachte er eine Anzahl ges ach der Bo Kompositionen hervor, deren Stoffe vielfach der Vorzeit seines Vaterlandes entlehnt sind. So das Turnier König Matthias Corvinus' mit Ritter Holubar, im Redoutengebäude in Pest, und Isabella Zapolya scheidet aus Siebenbürgen. Aber auch das volkstümliche Leben seiner Heimat begeisterte W. zu Entwürfen, so entstanden das Wettrennen der Czikos, der Mädchenraub. Außer Ungarn erhielt das Nationalmuseum in München von seiner Hand mehrere Wandgemälde. München wurde W. Professor der Akademie. Nach einer Reise in Spanien lieferte er die Post von Toledo, Stiergefecht und ähnliches; die schönste Frucht seiner Reisestudien aber waren seine Zeichnungen zu dem Prachtwerk „Spanieno (Berl. 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 372Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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