Walch (Joh. Georg), prot. Theolog, geb. zu Meiningen 17. Juni 1693, studierte in Leipzig und na, wurde an letzterer Universität nacheinander rofessor der Philosophie, Beredsamkeit und Dichtkunst, 1724 der Theologie, 1754 Kirchenrat und starb 13. Jan. 1775. Bekannt sind besonders seine Theologia patristicao (Jena 1770; neu herausg. von Danz, 1834), das Pbilos. Lexikon » (2 Bde., Lpz. 1726; 4. Aufl. 1775) und die «Einleitung in die theol. Wissenschaftenv (Jena 1747; 2. Aufl. 1753). Vgl. Chr. W. Walch, „Leben und Charakter des Dr. W. v (Jena 1774). Johann Ernst Immanuel W. des vorigen Sohn, geb. 1725 zu Jena, seit 1759 Professor der eredsamkeit und Dichtkunst, gest. 1778, war ein berühmter Mineralog und im Besitz einer der reichsten mineral. Sammlungen. Christian Wilhelm Franz W., Bruder des vorigen, geb. 1726 in Jena, 1750 Professor der Philosophie in Jena, 1753 Professor der Philosophie und 1754 der Theologie in Göttingen, gest. daselbst 1784, machte sich durch seine kirchenhistor. Schriften bekannt, durch die Historia Adoptianorumo (Lpz. 1755), die Historia Patropaschitarumo (Lpz. 1760) und namentlich durch den «Entwurf einer vollständigen Historie der Ketzereien» (11 Bde., Lpz. 1762—85), worin er mit der Vorliebe eines Henkers den sog. Ketzern den Prozeß macht. Karl Friedrich W., Bruder des vorigen, geb. 1734, gest. als Professor der Rechte in Jena 1799, schrieb: Introductio in controversias quris eivilis recentioris (8S Bde., Jena 1771; 3. Aufl. 1790), „Beiträge zu dem deutschen Rechter (Jena 1771 93) und „Grundriß der Geschichte aller in Deutschland geltenden Rechter (Lpz. 1780). Georg Ludwig W., der Sohn des letztern, geb. zu Jena 8. Mai 1785, studierte daselbst und ward 1805 an der dasigen Universitätsbibliothek angestellt. Von 1811 bis 1825 war er Professor am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Im J. 1830 wurde er Professor der alten Sprachen in Breifswald, wo er 20. Jan. 1838 starb. Er besorgte geschätzte Ausgaben von Tacitus'«Agricolao (Berl. 1828) und Germaniav (Berl. 1828).