Weberei (frz. tissage, engl. weaving) heißt das Vereinigen gesponnener Fäden zur Herstellung von Zeugen oder Stoffen. Für gewöhnlich kommen zwei rechtwinkelig zueinander liegende Fadensysteme, die Kette, der Zettel oder Aufzug und der Einschlag, Einschuß, Schuß oder Eintrag, zur Verschlingung ineinander. Die Kette sowohl als der Einschlag verlangt vor dem Verweben verschiedene Vorbereitungsarbeiten, bei denen man das Spulen, das Scheren, das Schlichten oder Leimen und das Aufbäumen unterscheidet. Die Spul—- maschine, welche jetzt in allen größern Webereien das von der Hand betriebene Spulrad verdrängt hat, bringt die Garnsträhne auf Spulen und erleichtert dadurch die Arbeit des Scherens. Man wendet zwei Systeme von Spulmaschinen an: das Trichtersystem, nachwelchem auf die Spulen Strähne von bestimmter Dicke je nach der offnung des Trichters gewickelt werden, und das Reibungsrollen277 dessen Maschinen Strähne von verschiedener icke auf die durch Reibung gleichmäßig Spulen wickeln. Man hat für die Ketten besondere Kettenspulmaschinen und für die Schußfäden chußspulmaschinen. Auf Fig. 4 der Tafel: Weberei ist eine Kettengarn-Spulmaschinedesletztgenannten Systems von R. Voigt in Chemnitz dargestellt. Dieselbe wickelt das Garn auf horizontal liegende Spulen, welche durch die Berührung mit rotierenden Trommeln gedreht werden; jede Spule hat ihre eigene Fadenführung. Das auf das Spulen folgende Scheren bezweckt, die Fäden von den Spulen u sammeln und möglichst parallel nebeneinander Igend auf eine Walze, den Scherbaum, zu bringen. Zu dieser Arbeit benutzt man entweder einen großen, aufrecht stehenden oder liegenden Haspel, den Scherrahmen, Schweifrahmen, welcher von Hand gedreht wird, wie in Fig. 19 der Tafel veranschaulicht, oder man verwendet eine Schermaschine, auch Kettenschermaschine oder Zettelmaschine genannt. Bei diesen Maschinen wird entweder nur ein Teil der zur Kette gehörigen Fäden auf die volle Baumbreite geschert, wie dies bei der in Fig. 14 abgebildeten Zettelmaschine von R. Voigt in Chemnitz der Fall ist, oder es wird sogleich die ganze Kettendichte auf einen Teil der Baumbreite geschert, welche Einrichtung die Schermaschinen der Sächsischen Webstuhlfabrik vorm. Louis Schönherr in Chemnitz besitzen. Die gescherte Kette wird auf einen sog. Kettenstock aufgewickelt und hierauf geleimt oder geschlichtet. Darunter versteht man das Durchtränken des Fadens mit dünnflüssigem Leim oder Kleister. Letzterer besteht aus Kartoffelmehl oder Weizenmehl (Mehlschlichte), wird aber auch oft mit andern Zusätzen verwendet; in neuerer Zeit wird auch vielfach die Moosschlichte angewendet, welche aus einer Abkochung von Isländischem Moos bereitet wird. Nach dem Leimen wird die Kette getrocknet und dann aufgebäumt, d. h. fest und gleichmäßig auf die hierfür bestimmte Walze des Webstuhls, den Ketten baum, aufgewickelt. Diese Operation wird in der mechanischen W. mittels der Aufbäummaschine, wie eine solche von R. Voigt in Chemnitz in Fig. 15 dargestellt ist, ausgeführt. Auf derselben wird die Kette durch ein Gitter, den Teilkamm oder Offner, in der für den fertigen Stoff erforderlichen Breite ausgebreitet. Es kommen auch Maschinen zur Verwendung, welche das Schlichten und Aufbäumen mechanisch besorgen und nach Art der in Fig. 6 dargestellten Stärk⸗ oder Schlichtmaschine gebaut sind. Hauptsächlich sind die schottischen Schlichtmaschinen, bei welchen das Trocknen durch heiße Luft und das Parallellegen der Fäden durch Bürsten und eine Art Lineale erfolgt, und die Sizingmaschinen in Gebrauch, welch letztere das Garn meist durch mit Dampf geheizte Trommeln trocknen, nachdem es durch die Schlichte gezogen wurde, worauf die trockenen Fäden durch Teilungsstäbe nach Bedarf abgeteilt und später auf den Kettenbaum aufgewunden werden. Der Einschuß von Woll⸗, Baumwoll⸗ oder Leinengarn wird oft auch feucht verwebt; hierzu werden die Schußspulen auf perschiedene Weise mit Wasser angefeuchtet. Nach der Art des Webverfahrens unterscheidet man glatte oder geköperte, gemusterte, samtartige und gazeartige Gewebe. Bei dem glatten, schlichten oder leinwandartigen Gewebe (Fig. 12) liegt nach jeder Richtung hin immer ein Schußfaden über einem Kettenfaden und dann wieder ein Kettenfaden über einem Schußfaden u. s. f. Das eköperte oder croisierte Gewebe läßt nach beahmmier Reihenfolge zwei oder mehr Kettenfäden unter dem Einschlagfaden liegen oder umgekehrt, und zwar in der Weise, daß z. B. der obenliegende Kettenfaden bei jedem folgenden Einschlagfaden um einen Faden höher gebunden wird und ein treppenartiges Muster entsteht. Je nachdem der Schußfaden über je zwei, drei oder mehr Kettenfäden hinweggeht, ehe er wieder durch einen solchen gebunden wird, unterscheidet man zwei⸗, drei⸗ und mehrbindigen, ⸗fädigen oder ⸗teiligen Köper. Die gemusterten, fagonnierten, dessinierten oder figurierten Stoffe (Bildgewebe oder Jacquardgewebe) bilden durch die Verschlingung der Ketten⸗ und Schußfäden nach genau vorgeschriebener Art und Reihenfolge eine Zeichuung mit oder ohne Farbenverschiedenheit, deren Grund leinwandartig, gazeartig oder geköpert ist. Das Muster selbst bietet innerhalb seines Umfangs entweder eine geköperte resp. atlasartig gewebte Fläche dar, oder es besteht überhaupt aus größtenteils freiliegenden Fäden, die an einzelnen Punkten durch bindende, rechtwinkelig darüberlaufende Einschlag⸗, resp. Kettenfäden befestigt und niedergehalten sind. Die Dessins lassen sich herstellen durch verschiedenartige Verschlingung der gleichen Kette und des gleichen Schusses (Drell, wollener und seidener Damast, Kleiderstoffe), durch Einschaltung besonderer Einschlagfäden in das für sich bestehende Grundgewebe (broschierte Stoffe), durch Anwendung besonderer Kettenfäden, die in das für sich bestehende Grundgewebe eingeschaltet werden laufgelegte oder aufgeschweifte Muster für Damenkleider, Bänder u. s. w.), durch Hervorbringen gitterartiger offnungen im Grundgewebe, das aus Gaze- oder Leinwandgewebe besteht (durchbrochene Stoffe für Damenkleider, Vorhänge u. s. w.) und durch regelmäßiges teilweises Zusammenweben zweier aufeinander liegender, meist glatter Gewebe (Doppelgewebe, z. B. Piqusé und einige Teppicharten). Fauf eent lei Stoffe werden dadurch erzeugt, daß auf einem leinwandartigen und geköperten Gewebe, dem Boden, eine pelzähnliche Decke hergestellt wird, deren feine, gleich lange Fäden Flor) aufrecht stehen, oder bei besonderer Länge nach dem Strich niedergelegt werden. Bei Baumwollsamt, Manchester oder Velvet (Fig. 5) wird der Flor durch den Schußfaden hervorgebracht, welcher die Kettenfäden zum Teil zu einem festen, nur an der Rückseite sichtbaren Grundgewebe verbindet und zum Teil derartig durch die Kette läuft, daß er mindestens um drei Viertel seiner Länge auf der rechten Seite des Stoffs frei (flott) liegt, sodaß er lauter parallele enge Schläuche (begrenzt von der Oberseite des Grundgewebes und dem ungebundenen Teil des Schusses) bildet. Diese Schläuche werden nach dem Weben aufgeschnitten, die Fadenendchen aufgebürstet, abgesengt und zu gleicher Länge abgeschert. Beim echten Samt (Fig. 7) wird der Flor durch eine zweite Kette, die Polkette, hervorgebracht, welche auf dem Webstuhl oberhalb des Grundgewebes aufgespannt ist. Die Polkette erzeugt kleine Maschen, indem in jedes von derselben gebildete Fach eine Nadel eingeschoben wird; diese Maschen werden dann oben aufgeschnitten und durch Bürsten und Scheren in den dichten Flor verwandelt. Bei den gazeartigen Geweben (Fig. 13) legen sich je zwei benachbarte Kettenfäden um den Schußfaden und halten letztern durch diese Kreuike fest, sodaß der eine Kettenfaden über sämtiche Schußfäden, der andere unter sämtliche Schußfäden zu liegen kommt. Die Derttelkung der Gewebe erfolgt auf dem Webstuhl. Man hat Handwebstühle und solche, die durch Maschinenkraft getrieben werden, mechanische Webstühle oder Kraftstühle. Einen Webstuhl der erstern Art zeigt Fig. 2 in seiner ältesten Form. Derselbe besteht aus den durch Längs⸗ und Querriegel miteinander verbundenen Stuhlsäulen A, welche das Webstuhlgestell bilden, und dem Webstuhlgeschirr, d. h. den zur Herstellung des Gewebes erforderlichen Mechanismen und Hilfsvorrichtungen. Es sind dies die am Balkener beweglich aufgehängte La de 1, die über Rollen a laufenden, miteinander durch Schnüre verbundenen Schäfte b, welche von unten durch den Trittt auf⸗ und abgezogen werden, während das fertige Gewebe auf den vorn liegenden Zeugbaum b gewickelt wird. Der Schußfaden ist auf die Spule des Weberschiffchens oder Schützen gewickelt, das auf der Lade hin und her bewegt wird, während die breit ausgespannte Kette auf dem hintern Teil des Gestells über den Kettenbaum gespannt und durch ein Gewicht straff gezogen ist. Schiffchen oder Schützen nennt man hölzerne oder metallene kahnförmige Behälter, welche die Schußspule aufzunehmen bestimmt sind; dieselben werden entweder von Hand geworfen (Handschützen), oder durch Anschlagen eines Bretts geschnellt (Schnellschützen). Fig. 9 zeigt einen hölzernen Schützen in der Ansicht von oben und im Querschnitt. In der Höhlung liegt die Spule a, deren Dorn k in dem Holz des Schützenkörpers b befestigt ist, während die Fadenspannung durch eine bei o befestigte Feder c reguliert wird und der Faden durch die meist mit einem Porzellanauge verkleidete Sffnungd nach außen gezogen wird. Schnellschützen werden vielfach auf kleinen Rädern laufend verwendet. Bei der Handweberei ist das mehr oder minder starke Andrücken des Schußfadens sehr von Bedeutung; deshalb verwendet man zur Herstellung loser Gewebe die Federlade. Die Schäfte sind, wie aus Fig. 23 zu ersehen, je zwei Leisten, welche miteinander durch eine Anzahl Litzen verbunden sind; diese besitzen in der Mitte zwischen den Leisten je ein Ohr, durch welches ein Ketten faden gezogen wird. Die Ohre können aus Zwirn oder auch aus Glas, resp. aus Metall hergestellt werden; im letztern Fall werden sie als Maillons bezeichnet. Hat man bei mehrbindigen Geweben, wie dies bisweilen vorkommt, ebenso viele Schäfte nötig, so bildet je ein solcher Schaft ein Chor, Teil oder Schaftteil. Durch das Heben und Senken zweier dicht hintereinander angebrachten Schäfte mit den beiden Kettenfadensystemen wird 1 das Fach gebildet, durch welches der Schütze geschnellt wird. Das zu der Bewegung des Schützen dienende Hehelwerk wird als Kontremars ch (Fig. 17) bezeichnet. Die Hebel bb, hi und de schwingen um die Punkte o, resp. i und e, wenn sie durch die Tritte K und g bewegt werden, und heben dadurch abwechselnd die Schäfte a mit den beiden Kettenfadensystemen. Einfacher noch ist das Geschirr des Handleinwandstuhls (Fig. 8). Dasselbe wird gebildet aus dem Kettenbaum b, über welchen die Kette gespannt ist, und den beiden über der Rolle e hängenden Schäften di und dz, welche mittels der bei g drehbaren Tritthebel Er und Es durch die Füße des Leinwebers bewegt werden, um die Fächer zu öffnen, d. h. die Kettenfäden für den Durchgang des Schützen auseinander zu breiten. Bei c befindet sich das Blatt, auch Riedblatt, Kamm oder Riedlamm genannt, das in Fig. 21 für sich abgebildet ist. Dasselbe besteht aus einem leiterartigen Holzgestell, welches eine Menge feiner Sprossen aus Stahl oder Holz trägt und zum Auseinanderhalten der Kettenfäden in gleichmäßiger Breite sowie zum jedesmaligen Heranschieben des durchgezogenen Schußfadens gegen das fertige Gewebe a in der angegebenen Pfeilrichtung dient. Zur Einhaltung einer gleichmäßigen Breite wird das neu erzeugte Gewebe durch Einspannen einer Spannrute oder eines Breithalters entsprechend auseinander gezogen. Der Breithalter (Fig. 18) ist ein zweiteiliger Holzstab, dessen beide Enden Haken zum Befestigen desselben im Gewebe besitzen, während er durch die Verschiebung der Befestigungsösen auf dem sägeförmigen Oberteil in seiner Breite verstellbar ist. Analog den Webstühlen für Leinwand sind die Tuchwebstühle gebaut. Eine Art Webstühle für glatte Stoffe wird mit dem engl. Namen Dandyloom bezeichnet. Für nicht ganz einfach gemusterte Gewebe genügt die Musterweberei mit Schäften und Tritten, auch Kammweberei genannt, nicht mehr; man wendet alsdann den nach seinem Erfinder benannten Jacquardmechanismus an. Bei der Jacquardmaschine, deren Arbeitsweise aus der schematischen Darstellung Fig. 11 deutlich hervorgeht, hängen die Kettenfäden an Haken, den Plagefaßt und gehoben werden, je nachdem die bei g durch Federn nach vorn gedrückten Nadeln f, f., t; in ein Loch eines vorgelegten Kartenblattes h treffen, oder nicht. Entsprechend dem Gewebemuster sind eine Anzahl derartiger Kartenblätter h aneinander befestigt, welche nach und nach an die Vorderseite des sich drehenden Prisma i treten und das Heben der vorgezeichneten Platinen veranlassen. Sämtliche Platinen stehen auf dem Chorbrett b, durch dessen Durchbohrungen die an den Platinen befestigten, mit den Kettenfäden verbun-Wird alsdann das Hebezeug oder der Messerkasten e gehoben, so werden die festgehängten Platinen, also 1 und er, und folglich auch die zugehörigen Kettenfäden mit emporgezogen. Diese Bewegung erhält der Messerkasten mittels eines einzigen Trittes, der einen oberhalb e angreifenden zweiarmigen Hebel, den Schwengel, um seinen festen Drehpunkt bewegt. Die Karten ha werden mittels besonderer Maschinen, Kartenschlagmaschinen, nach dem Muster gelocht (vgl. Fig. 24, den Jacquardmechanismus mit Karten). Das zu webende Muster muß stets auf eine Vorlage, die Patrone, übertragen (dekomponiert) werden, welch letztere meist auf carriertem Grund aufgezeichnet wird, der zwei sich rechtwinkelig kreuzende Systeme enger paralleler Linien enthält. Die Zwischenräume des ersten TDen gelten sür die Kettenfäden und heißen Korden, die des zweiten für die Schußfäden und werden Fache, Schußfache oder Latzen genannt. Die in einer Musterbreite vorkommenden Kettenfäden heißen zusammen der Kurs oder Chemin, während die Gesamtheit aller Schußfäden in der Höhe des Musters als Tour oder Marsch bezeichnet wird und die Wiederholung des Musters der Rapport heißt. Die Handweberei wird, weil die Kettenfäden durch Tritte gehoben und gesenkt werden, auch Trittweberei oder Fußarbeit genannt im Gegensatz zur Herstellung gemusterter Stoffe mittels des Jacguardwebstuhls, die Zugarbeit genannt wird, oder auch im Gegensatz zur mechanischen Weberei. Namentlich in großen Fabrikanlagen finden die durch Clementarkraft bewegten Webstühle gegenwärtig fast ausschließlich Verwendung. Je nach ihrem Zweck sind dieselben sehr verschiedenartig gebaut, doch verfolgen sie bezüglich der Gewebebildung das gleiche Prinzip wie die Handwebstühle. Die Kraftstühle können sowohl für Schaft-, als für Jacquardarbeit, oder auch für beide gleichzeitig eingerichtet sein. So zeigt Fig. 22 einen einfachen mechanischen Webstuhl von R. Voigt in Chemnitz mit einem Schützen, während, besonders zur Herstellung mancher bunten Gewebe, auch deren mehrere vorkommen können. Eine Lade, in welcher mehrere Schützen arbeiten, heißt Wechsellade. — 10 stellt einen derartigen Webstuhl (Wechseltuhl) aus derselben Fabrik dar. In Fig. 22 sind die Schäfte abgenommen und nur die Rollen, an denen dieselben aufgehängt werden, angedeutet; die vorn liegende Walze bildet den Zeugbaum, auf welchen das fertige Gewebe aufgewickelt wird. Der Wechselstuhl, Fig. 10, gestattet durch die Anwendung verschiedener Schützen das Einbringen eines mehrfarbigen oder verschieden starken Einschlags und die Herstellung quergestreifter Stoffe, während der Webstuhl, Fig. 22, nur leinwandbindiges Gewebe liefert. Ein andersartiger Maschinenstuhl — Leinen ist der in Fig. 16 veranschaulichte. Die bbildung zeigt die Rückseite desselben und läßt die aufgewickelten Kettenfäden, die beiden Schäfte, sowie links einen Teil der Schnellade erkennen. Ein zur Herstellung gemusterter Buckskinwaren gebauter mechan. Webstuhl ist der in Fig. 20 abgebildete. Derselbe ist mit dem Jacquardmechanismus ausgerüstet, welcher, wie aus Fig. 20 ersichtlich, auf einem besondern Gestell über der Schützenbahn, der Kette u. s. w. angeordnet ist. Fig. 3 stellt einen Kraftstuhl dar, der mit einer dem Jacquardmechanismus ähnlichen Vorrichtung arbeitet, die statt der durchlochten Karten Holzschienen mit entsprechend aufgenagelten Stiften besitzt. Dieser Stuhl dient zur Erzeugung gemusterter Teppichgewebe. Der in Fig. 1 veranschaulichte Maschinenstuhl ist nicht ganz fertig zusammengestellt; er kann sowohl als Schaftmaschine arbeiten, als auch mit Jacquardmechanismus versehen werden. Es kommen auch mechan. Webstühle mit aufrecht gespannter Kette bei der sog. Hautelisseweberei zur Verwendung. Gewöhnlich werden die mechan. Webstühle mit verschiedenen Sichertsvorrichtungen ausgestattet. Eine solche ist der ützenwächter, welcher das Herausfliegen des chügen aus der Lade verhindert; eine andere ist Schußwächter, der den zerrissenen oder fehlenden Schußfaden signalisiert. isch den bisher genannten gibt es noch elektrische Webstühle, welche die Platinen auf elektromagnetischem Wege heben, und pneumatische Webstühle, bei denen die Bewegung einzelner Teile durch Luftdruck erfolgt. Eine der neuesten Errungenschaften auf diesem Gebiet ist der