Weiß (Karl Philipp Bernhard), hervorragender prot. Theolog, geb. 20. Juni 1827 in Königs-Halle studierte von 1844 bis 1848 in Königsberg, Halle und Berlin, habilitierte sich 1852 in Königsberg, wurde daselbst 1857 außerord. Professor, dann 1863 ord. Professor der Theologie in Kiel und 1877 in Berlin. Außerdem war er 1874—77 Mitglied des Konsistoriums in Kiel, 1879—80 desjenigen in Berlin und ist daselbst seit 1880 Oberkonsistorialrat und vortragender Rat im Ministerium der geistlichen „Leben Jesup (Berl. 1882; 2. Aufl. 1884) ist wohl die umfassendste apolog. Behandlung dieses Gegenstandes. Außerdem lieferte er für Reue Kritisch-exegetischen Kommentar über das Neue Testamento die Neubearbeitungen der Evangelien Matthäus (7. Aufl., Gött. 1883), Markus und Lukas (7. Aufl. 1885), Johannes (7. Aufl. 1886),. des Römerbriefs (7. Aufl. 1886) und die selbständige Bearbeitung der Pastoralbriefe (5. Aufl. 1886); 1855), Der Philipperbriefo (Berl. 1859), Der johanneische Lehrbegriffs (Berl. 1862), «Lehrbuch der biblischen Theologier (Berl. 1868; 4. Aufl. 1884), Das Markusevangelium und seine synoptischen Parallelen» (Berl. 1872), Das Matthäusevangelium und seine Lukasparallelen » (Halle 1876) und »Einleitung ins Neue Testamento (Berl. 1886).