FeedWeizsäcker (Karl)
ReligionBrockhaus 1882

Weizsäcker (Karl), hervorragender Theolog der kritisch-histor. Richtung, geb. 11. Dez. 1822 zu Ohringen bei Heilbronn, studierte 1840—47 in Tübingen und Berlin, habilitierte sich 1847 in Tübingen, wurde 1848 Pfarrer und 1851 Hofkaplan in Stuttgart und 1859 Oberkonsistorialrat. Seit 1861 ist er ord. Professor der Kirchen⸗ und Dogmengeschichte in Tübingen und war 1877—78 Mitglied der württemb. Landessynode. Außer zahlreichen Abhandlungen in den Jahrbüchern deutsche Theologiev, deren Mitbegründer und Mitherausgeber er war, schrieb er 4Zur Kritik des Barnabasbriefeso (Tüb. 1863), Untersuchungen über die evang. Geschichte, ihre Quellen und den Gang ihrer Entwickelung» (Gotha 1864), „Das Neue Testament, übersetzt» (Tüb. 1874), 4Lehrer und Unterricht an der evang.⸗theol. Fakultät der Universität Tübingen von der Reformation bis zur Gegenwart» (Tüb. 1877), «Das apostol. Zeitalter der christl. Kirche (Tüb. 1886).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 533Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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