FeedWeißfisch (Leuciscus)
TierreichBrockhaus 1882

Weißfisch (Leuciscus), eine aus 84 Arten bestehende, die nördliche Hälfte der Alten und Neuen Welt bewohnende Gattung Fische aus der Familie der Karpfen, von den echten Karpfen unterschieden durch eine der ziemlich kurzen Rückenflosse an Länge gleichende Afterflosse. Je nach der Bildung des Mauls und der innern Schlundzähne hat man die Gattung in zahlreiche Untergattungen zerlegt. Die zahlreichen Arten der W. bewohnen die süßen Gewässer, werden selten über 30 em lang und über 1 Pfd. schwer, leben von Wasserwürmern und Wasserpflanzen, sind weißlich gefärbt und oft mit bunten Flossen geziert. Die geschätzteste Art ist das Rotauge, die Plötze (L. rutilus), mit großen Schuppen und roten Flossen. Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) wird häufig mit dem Rotauge verwechselt, obgleich sie durch eine scharfe Schuppenkante am Bauche und die steil nach oben gerichtete Mundspalte sich augenblicklich unterscheiden. Fernere bekanntere Arten sind: der Döbel oder Aitel (Squalius Dobula) mit dickem Kopfe; die kleine Laube oder Uckel eylAlburnus lucidus) aus dessen Schuppen falsche Perlen gemacht werden (20000 Fische liefern 1 Pfd. Silberglanz); der Aland (Idus melanotus), eine der größten Arten, die über 30 em lang wird u. s. w. Wegen des minder schmackhaften und an Gräten überreichen Fleisches gelten die W. im ganzen für die geringern der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 530Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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