Wels (Silurus), eine Gattung Fische aus der Familie gleichen Namens. Ihr einziger Repräsentant in Europa ist der Gemeine Wels oder Waller (S. Glanis, Tafel: Fische I, Fig. 12), nächst dem Stör und Hausen der größte unter den europ. Flußfischen, indem er 2—3 m lang und 1—2 Ctr. schwer wird. Die Gestalt des Körpers ist plump, der Kopf plattgedrückt, die stumpfe Schnauze mit zwei langen und vier kurzen Bartfäden versehen, die Rückenflosse sehr klein, die Afterflosse dagegen groß und mit der Schwanzflosse verschmolzen. Am schlammigen Boden großer Flüsse verborgen, lauert er auf kleinere Fische und kommt nur in der Nacht an die Oberfläche. Das Fleisch der jüngern W. wird gern gegessen, ist jedoch wegen seines vielen Fettes schwer verdaulich. Man findet den W. in den großen Strömen Deutschlands, Ungarns und besonders Südrußlands. In den heißen Gegenden finden sich viele andere Gattungen der Familie, so allein 60 im tropischen Amerika, und manche dieser Formen, die sog. Panzerwelse (Loricariina), haben einen vollkommenen Hautpanzer, wie z. B. Hypostomus etentaculatus (Tafel: Fische II, Fig. 1).