Werder, Wärder oder Wörth heißt eigentlich eine Insel in einem Flusse, dann aber auch ein Landstrich zwischen Flüssen und stehenden Gewässern. Solche W. in der letztern Bedeutung sind in Westpreußen der Danziger Werder, eine herrliche Marschgegend mit 33 Dörfern zwischen Weichsel und Mottlau mitvortrefflicher Pferdezucht; der Marienburger Werder an der Nogat und der Elbinger Werder zwischen Nogat und Weichsel. Sie sind meist ganz eben und sehr fruchtbar an Getreide und Graswuchs. Ebensolche W. sind auch die in der Elbe bei Hamburg gelegenen und zum Gebiete der Stadt gehörenden Inseln und Marschländer, wie Billwerder, Ochsenwerder re. 5⁵⁴ Werder (russ. Halbinsel) -
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 553Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei