FeedWurstnerland
ErdkundeBrockhaus 1882

Wurstnerland oder Wursten (Worsatia, terra Worsatorum), ein größtenteils zum Rerg (geographisch ⸗statistisch) 77⁵ gierungsbezirk Stade der preuß. Provinz Hannover gehöriger Distrikt Marschland rechts an der untern Weser, der in der Mitte etwa 7 km breit ist und sich 30 km weit nach Norden bis zum Aufhören der Deiche bei Ritzebüttel erstreckt; seine Südostgrenze bildet der Graue Wall nebst Graben. Die frühesten Deichbauten rühren von Friesen her. Neu angewachsenes Land wurde 1640 von emdener Kaufleuten eingedeicht und führt den Namen Neufeld oder das Neue Land Wursten. Nach den schrecklichen Sturmfluten von 1825 wurde den Deichen 46 m Breite am Fuße und gegen 9m Höhe gegeben, sodaß sie nun für die kräftigsten der hannov. Küste gelten. W. gehörte bis zum Ende des Mittelalters zu Friesland und kam alsdann an das Erzbistum (Herzogtum) Bremen, dessen Schicksale es fortan teilte. Vor das W. legt sich ein breites Watt, das Wurster Watt, welches bei Cbbe trocken läuft.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 775Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6