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ErdkundeBrockhaus 1882

Westerbotten, schwed. Provinz längs dem Ufer des nördl. Teils des Bottnischen Meerbusens, jetzt unter die Län W. und Norrbotten verteilt. Der südl. Teil hat magern, sandigen Boden, die nördl. Thäler hingegen sind sehr fruchtbar, obgleich des Klimas wegen nur spärlich angebaut. Waldbau ist die Hauptnahrungsquelle, Sägemühlen gibt es in Lorns Zahl längs den großen reißenden Strömen: u. a. — Das Län Westerbotten, 59098 qkm mit (1885) 113541 CE., umfaßt die Südhälfte der Provinz nebst den beiden lappländ. Distrikten Lycksele und Asele, sowie die Kirchspiele Nordmaling und Bjurholm des südlich anstoßenden Angermanlandes. 5&IWoster ist Um eä mit (1885) 2930 E. Hessen-Rassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, am südwestl. Abhang des Westerwaldes, Station der Linie Hachenburg-Hadamar der Preußischen Staatsbahnen. Die Oberstadt ist zum Teil an einem Bergkegel aufgebaut. Die Unterstadt liegt im Thal des Schafbachs. W. zählt (1885) 1300 evang. E. und hat zwei Braunkohlengruben, Gerberei und Lein⸗ und Damastweberei. W., Stadt seit 1292, ist Hauptort der standesherrlichen Grafschaft Leiningen-W. mit der gräfl. Residenz in dem 1516 an Stelle der bereits 1219 genannten Burg auf dem Stadtberge erbauten Schlosse.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 574Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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