West-Rhauderfehn, Fehnkolonie in der preuß. Provinz Hannover, Regierungsbezirk Aurich, Kreis Leer, 20 km südöstlich von Leer, von mehrern schiffbaren Kanälen durchzogen, welche sich zu einem, bei dem nördlich gelegenen Dorfe Potshausen in die Leda mündenden Hauptkanal vereinigen und hierdurch mit der Ems in Verbindung stehen. W. zählt (1880) 2747 C. und hat eine evang. und eine kath. Pfarrkirche, eine Navigationsvorschule, ein Seemannsamt und Musterungsbehörde, bedeutende Torfgräberei, Schiffswerfte, Ziegeleien und rege See⸗ und Küstenschiffahrt. W. ward 1769 von einer Privatgesellschaft auf klösterlichem Hochmoor gegründet. Die Rhauderfehnkanäle haben bei einer Tiefe von 1½¼6 meeine Gesamtlänge von 98 km.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 586Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei