FeedWigand (Otto)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Wigand (Otto), namhafter Verlagsbuchhändler, geb. 10. Aug. 1795 zu Göttingen, besuchte das Gymnasium und erlernte dafdsen Buchhandel. Nach längerm Aufenthalte in Wien, Prag und Preßburg errichtete er 1826 in Kaschau eine Sortimentsbuchhandlung und zog 1827 nach Pest, um sich dort dem Verlage eines ungar. Konversations-Lexrikons zu widmen. Im J. 1832 siedelte er nach Leipzig über, entwickelte hier eine lebhafte polit. Thätigkeit und war 1849—50 Mitglied der Zweiten sächs. Kammer. Unter seinen größern Verlagsunternehmen sind hervorzuheben: die 1834 gegründeten und ursprünglich von Schmidt herausgegebenen «Jahrbücher für Medizino, die Halleschen Jahrbücherv (1838—43), die Schriften von Arnold Ruge, Bruno Bauer und Feuerbach, Weiskes Rechtslexikono, Sanders «Wörterbuch der deutschen Spracher, Joh. Scherrs kulturhistor. Schriften, Ritters Geographisch⸗-statistisches Lexikono. Nachdem er 1842 mit seinen Söhnen Otto und Walter auch eine Buchdruckerei gegründet hatte, 309 er sich 1863 zurück und starb 1. Sept. 1870. Die Verlagsbuchhandlung ging 1864 an seinen ältesten Sohn Hugo über und befindet sich seit 1873 im Besitz von Hugo W.s Erben, Vertreter Walter W.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 631Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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