FeedWigand (Johann)
ReligionBrockhaus 1882

Wigand (Johann), luth. Theolog des 16. Jahrh., geb. 1523 zu Mansfeld, studierte in Wittenberg, wurde 1541 Lehrer in Nürnberg, ging 1544 wieder nach Wittenberg, um weiter zu studieren, und folgte 1546 einem Rufe als Prediger nach Mansfeld. Er bekämpfte lebhaft die mildere Melanchthonsche Richtung, trat, 1553 als Pfarrer an die Ulrichskirche und als Superintendent nach Magdeburg ewählt, in ein enges Nihn als MPitabeiter zu Flacius und unterstützte ihn als Mitarbeiter und Fortsetzer der sog. Magdeburger Centurien. Im J. 1560 wurde er als Professor nach Jena berufen, aber infolge seines zelotischen Eifers schon w1562 wieder entsetzt; im gleichen Jahre erhielt er die Superintendentur in Wismar und wurde 1568 wieder nach Jena zurückberufen, wo er aber 1573 zum zweiten male abgesetzt wurde. W. ging nun nach Königsberg und lebte hier als Professor und seit 1575 als Bischof von Pomesanien, wozu ihm 1577 auch noch das Bistum Samland übertragen wurde. Er starb 21. Okt. 1587 in seiner bischöflichen Residenz zu Liebemühl in Preußen. Seine zahlreichen theol. Schriften sind fast Earanbtein polemischen Inhalts. Seine Selbstbiographie ist abgedruckt in den „Fortgesetzten Sammlungen von alten und neuen theol. Sachene (Lpz. 1738).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 631Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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