Wilmanns (Wilh.), Germanist, geb. 14. März 1842 in Jüterbog, besuchte 1852—60 das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, von 1860 bis 1864 die Universität daselbst. In den J. 1864- 67 war er Lehrer im Hause des Barons C. von Scheel-Plessen, 1867—74 am Grauen Kloster. Im Sommer 1874 wurde er als Professor für deutsche Sprache und Litteratur nach Greifswald berufen, 1877 nach Bonn versetzt. W. veröffentlichte: Die Entwickelung der Kudrundichtung untersucht» (Halle 1873), (Beiträge zur Erklärung und Geschichte des Nibelungenliedes» (Halle 1877), Deutsche Schulgrammatik» (6. Aufl., Berl. 1885), K„Kommentar zur preuß. Schulorthographier (Berl. 1880), Leben und Dichten Walthers von der Vogelweides (Bonn 1882), „Beiträge zur Geschichte der ältern deutschen Litteraturv (1. Heft: «Der sog. Heinrich von Melko, Bonn 1885).