Winkelspiegel nennt man zwei oder mehrere ebene Spiegel, welche miteinander Winkel bilden und dadurch eine symmetrische Vervielfältigung der optischen Bilder eines zwischen jenen Spiegeln befindlichen Gegenstandes hervorrufen. Diese Wirkung der W. hat Porta schon im 16. Jahrh. richtig erklärt, sodaß die auf den W. beruhenden alten Spiegelbücher, die polygonalen Spiegelkästen oder Gukerla u. dgl. m. verstanden werden konnten. Auch das Kaleidoskop (s. d.) gehört zu den W.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 687Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei