FeedDiakaustische
HimmelskundeBrockhaus 1882

Diakaustische Flächen und Linien entstehen bei der Brechung des Lichts durch Linsen, wie man sie z. B. als Brenngläser (s. d.) anwendet. Läßt man durch eine runde Offnung im Fensterladen in ein verdunkeltes Zimmer ein Bünde Sonnenstrahlen eintreten, indem man zugleich den Gang dieses Strahlenbündels in der Luft durch aufgewirbelten Staub oder un den Wean sichtbar macht, und stellt man dann in den Weg der Strahlen eine Glaslinse, so gehen die Strahlen nach dem Durchgange durch das Glas nicht mehr als ein gerades cylindrisches Bündel weiter, sondern sie laufen alle 946 nach einem ungefähr um die Brennweite (s. d.) von der Linse abstehenden Raume. Sie vereinigen sich aber nicht alle in derselben Ent-Aunde von der Linse, sondern die mehr nach dem ande zu durch die Linse gehenden Strahlen vereinigen sich früher als die in der Nähe der Mitte ei stark gekrümmten Linsen wahrnehmen kann, indem der Strahlenkegel dadurch eine einwärts geschweifte Oberfläche gewinnt. Diese eigentümlich konkave Lichtfläche nennt man diakaustische Fläche. Jeder Durchschnitt durch letztere, welcher die Längenachse jenes Lichtkegels enthält (Meridianschnitt), gibt eine eigentümlich 6 be eschweifte Lichtlinie, welche diakaustische Linie heißt. Bei der piegelung des Lichts auf stark gekrümmten Hohlspiegeln Racher die ganz ähnlichen katakaustischen Flächen und Linien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 294Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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