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ErdkundeBrockhaus 1882

Wisa, auch Viza, Stadt im türk. Vilajet Adrianopel, Sandschak Rodosto, am Südwestabhang des Ittrandschagebirges und an der Straße, welche von Adrianopel über Kyrk-Kilisseh nach Konstantinopel führt, ist Sitz eines griech. Metropoliten,‚ hat eine im Verfall befindliche Citadelle und zählt etwa 5000 E., welche Wein⸗, Obst⸗ und Gemüsebau betreiben. W. hieß im Altertum Bizye und war im letzten Jahrhundert des Odrysischen Reichs (bis 46 n. Chr.) Sitz der Könige des letztern. In byzant. Zeit war die Stadt Sitz eines Erzbischofs und geschaft zum Thema Thrace; während der lat. Herrchaft erscheint sie unter dem Namen Visoi (Vizoi). Wisbech, auch Wisbeach, Municipalborough in der engl. Grafschaft Cambridge, links am Old River Nen, 16 km oberhalb dessen Mündung in den Wash, Station der Linien Cambridge-St.⸗ Ives-March-W. und W.⸗Watlington der Great-Casternbahn, sowie der Linie Peterborough-Sutton-Bridge-Kings-Lynn der Midlandbahn, zählt (1881) 9248 C. und hat eine Lateinschule, eine offentliche Bibliothek, eine Kornbörse, einen Viehmarkt, Eisenwerke, Schiffbau und lebhaften Handel. Auf dem Old River Nen gelangen bis zur Stadt kleine Seeschiffe. W. hieß zur Zeit der Angelsachsen Wisebec und gehörte damals zum Königreich Ostangeln.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 698Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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