Witten, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Arnsberg, 9 km von der Kreisstadt Bochum, an der hier schiffbar werdenden Ruhr, Station der Linien Dortmund-Hagen und Langendreer-Löttringhausen der Preußischen Staatsbahnen, hat sich in neuererZeit infolge des schwunghaften Bergbau⸗ und Industriebetriebes immer mehr erweitert und zählte 1885 bereits 23903 E. (gegen 3444 im J. 1843). Die Stadt ist Sitz eines Amtsgerichts, eines Bergamts und einer Reichsbanknebenstelle, hat eine evang., eine röm.⸗kath. und eine altkath. Kirche, Realgymnasium, eine höhere Töchterschule, gewerbliche Fortbildungsschule und Bergvorschule. Die wichtigsten Industrie-Etablissements sind das große Gußstahlwerk, die Hauptwerkstätte der Bergisch-Märkischen Eisenbahn, mehrere Walzwerke, Eisengießereien, Maschinen⸗,Dampfkessel⸗ und Feilenfabriken, zwei große Glashütten für Tafelglas, zwei Gasanstalten, eine Dampfbranntweinbrennerei, ein Wasserwerk, zwei Dampfmühlen, Ringöfen für Bauziegel und eine Ziegelei für Chamottesteine. Von Kohlenwerken ist bemerkenswert Franziska Tiefbau, konsolidiert mit Hamburg Tiefbau.