Wodena (bulgar. Vodena, grch. Vodina, d. h. Wasserstadt, vom slaw. voda, Wasser), Stadt im türk. Vilajet und Sandschak Saloniki, am westl. Randgebirge der macedon. Ebene, an der alten Via Egnatia, auf dem Gipfel und am Fuße einer 80—100 m hohen Felswand gelegen, über welche die Wasserfälle des rechts zum Mavroneri (Karasmak, im Altertum Ludias oder Rhoedias) gehenden Abflusses des Sees von Begorra herabstürzen, zählt über 10000 E. und hat viele Kirchen und Moscheen, Tabaksfabrikation und Woll⸗ und Baumwollweberei. W. liegt auf der griech.⸗bulgar. Sprachgrenze, am nördlichsten Punkte des zusammenhängenden hellenischen Sprachgebiets auf der westl. Balkanhalbinsel. Die Oberstadt ist das antike Aegaeae (später Aegae), der älteste Sitz der macedon. Könige, bis Philipp II. die Residenz nach dem in der Ebene gelegenen Pella verlegte, jedoch blieb die hochgelegene Felsenburg bis zum Sturze der Antigoniden die Begräbnisstätte der macedon. Könige; die unterhalb Aegaeae entstandene Vorstadt Edessa, welche sich allmählich vergrößerte, verdrängte später den alten Namen der Oberstadt. Seit der Bulgareninvasion in Macedonien erscheint der Ort als Budena, Bodina oder Bodena.