Wolke (Christian Heinr.), ein wegen seiner Sprachreinigungsbestrebungen bekannter pädagogischer Schriftsteller, geb. 21. Aug. 1741 zu Jever, studierte zu Göttingen und Leipzig und entwarf 1770 den Plan zu einer Erziehungsanstalt nach einem naturgemäßen Stufengange, wodurch er mit Basedow in Altona in engere Verbindung trat. Als dieser einige Jahre später zu Dessau das Philanthropin gründete, wurde W. Mitarbeiter an demselben. Nach Auflösung desselben ging er nach Petersburg, zog sich 1801 in den Privatstand zurück und lebte in Leipzig, Dresden, zuletzt in Berlin, wo er 8. Jan. 1825 starb. Er schrieb: «Erste Kenntnisse für Kindowiecki zum Elementarwerke gezeichneten Kupfertafelno (2 Bde., Lpz. 1781—87; auch franz., 1782, und lat. 1784), (Anweisung, wie Kinder und Stumme zum Verstehen und Sprechen zu bringer sind v (Lpz. 1804), «Erziehlehres (Lpz. 1805), Mitteilungen der allerersten Sprachkenntnisse und Begriffes (Lpz. 1805), «Anleit zur deutschen Gesammtsprache oder zur baldigen Erkennung und Berichigung einiger uwenigst 20 tausend) Sprachfäler in der hochdeutschen Mundart u. s. w. » (Dresd. 1812; 2. Aufl., mit verändertem Titel, 1816), sein Hauptwerk. Durch seine Sammlung «Düdsge or sassische Sinngedichten (Lpz. 1804; 2. Aufl. 1816) wollte er auf das Wohlklingende der niedersächs. Sprache aufmerksam machen. Vgl. Hasselbach, „Lebensgeschichte W.sv (Aachen 1826).