Esmarch (Karl), namhafter Rechtsgelehrter, geb. 3. Dez. 1824 zu Sonderburg, wo sein Vater dän. Beamter war, besuchte die Gymnasien zu Schleswig und Lübeck, studierte die Rechtswissenschaft zu Kiel, Bonn, Heidelberg und Berlin, ⁷ am schlesw.⸗holstein. Kriege 1848—-51 teil und habilitierte sich 1851 zu Göttingen für das Gebiet des röm. Rechts. Im J. 1855 wurde er als ord. Professor des röm. Rechts nach Krakau und 1857 in gleicher Eigenschaft nach Prag berufen. Von E.s wissenschaftlichen Arbeiten sind zu erwähnen: Röm. Rechtsgeschichter (2 Bde., Gött. 1855—56; 2. Aufl. 1877 —80), „Grundsätze des Pandektenrechtso (2 Tle., Wien 1859—60), Vacuae possessionis traditio. Eine civilistische Untersuchungo (Prag 1872) und Pandekten-Exegeticumo (Prag 1875). Unter dem Pseudonym Karl von Alsen hat E. Aeropntlicht Dichtungen meist epischen Inhalts (Kiel 1847), Der Hort der Dichtung. Eine Göttersage in 16 Gesängeno (Lpz. 1853), «Aus alten und neuen Tageno (Berl. 1860), Knud Lavard. Ein episches Gedicht» (Hamb. 1865), sowie mehrere metrische übersetzungen aus dem Schwedischen und Altnordischen.