Bube (Adolf), deutscher Dichter, geb. 23. Sept. 1802 zu Gotha, besuchte 1817—21 das Gymnasium seiner Vaterstadt und widmete 25 Michaelis 1821 auf der Universität Jena philol. und belletrilehr m tudien. Schon frühzeitig durch den Verkehr mit Stieglitz, Heeringen u. a. zu dichterischen Bestrebungen ermuntert, kam er als Student durch die Freundschaft Knebels mit Goethe, Einsiedel und Böttiger in Verbindung, ward dann 1824 Erzieher in der Familie des Freiherrn von Lindemann in Coburg, 1829 in dem Hause des Grafen Mensdorff, damaligen Vizegouverneurs von Mainz, 1834 Archivsekretär, 1838 Oberkonsistorialsekretär zu Gotha, 1842 Direktor des herzogl. Kunstkabinetts und 1853 auch der chines. Sammlung daselbst. Er starb zu Gotha 17. Okt. 1873. B.s Ruf als Dichter gründet sich zunächst auf seine Romanzen und Balladen, wie die KThüring. Volkssageno (Gotha 1837; 7. Aufl. 1871; 40.40% 1848), Deutsche Sageno (4. Aufl., Jena 1843), «Thüring. Sagenschatzz (Gotha 1851), Romanzen und Balladeno (2. Aufl., Gotha 1855), in denen er Einfachheit, Wärme und Anmut der Darstellung, sowie auch innige Anhänglichkeit an seine thüring. Heimat bekundet. Außerdem erschien von ihm: «Gedichte (2. Aufl., Gotha 1836), Neue Gedichtes (Jena 1840). In feinen Maturbildern⸗ (4. Aufl., Gotha 1859) gibt er aus der heimatlichen und exotischen Natur stimmungsvolle Schilderunheb Von Bis sonstigen Schriften sind hervorzueben: Gothas Erinnerungeny (Gotha 1842) und „Das herzogl. Kunstkabinett zu Gotha» (3. Aufl., Gotha 1869). Bubendorf, Dorf und Bad im Bezirk Liestal des schweiz. Kantons Basel-Land. Das Dorf liegt 383 müber dem Meere, 4 Km südlich von Liestal ( d.)Win einem fruchtbaren Jurathale und zählt (1880) 1341 meist reform. E., deren Haupterwerbsquellen die Landwirtschaft und die Seidenweberei sind. Das Bad, 362 meüber dem Meere, 1 km nördlich vom Dorfe am Fuße des bewaldeten Furlenbergs (524 m) 00 abs Tl hat eine Kalkquelle, wird aber hauptsächlich als klimatischer Kurort und Landaufenthalt benutzt, wozu die geschützte Lage und die anmutige, waldreiche Umgebung es besonders geeignet machen. Wie das Dorf mit Liestal dur eine Fahrstraße verbunden, ist das Bad zuglei Station der schmalspurigen Eisenbahn Liestal-Waldenburg. Die lund am 18. Okt. und 29. Nov. 1830 von den basel-landschaftlichen Volksmännern abgehaltenen Versammlungen gaben den ersten Anstoß zu der Erhebung der Landschaft B. gegen die Stadt, welche 1833 mit der Trennung des Kantons in zwei Halbkantone endete. ublitz, Kreisstadt in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Köslin, 40 Km im SO. von Köslin, an der sur adüe (Nebenfluß der Persante) Süche Gotzel mit fruchtbarem Wiesenthal, ist itz eines Amtsgerichts und zählt (1880) 4734 E., welche meistens Ackerbau und Viehzucht betreiben. Bei dem Orte liegt ein großer Fischweiher. — Der Kreis Bublitz zählt (1880) auf 706 qkm 21 865 C.