FeedWyatt (Sir Matthew Digby)
BaukunstBrockhaus 1882

Wyatt (Sir Matthew Digby), ausgezeichneter engl. Architekt und Kunstschriftsteller, geb. 1820 in Devizes in Wiltshire, trat in das Bureau seines Bruders, eines Architekten. Im J. 1844 — 46 machte er Kunstreisen in Frankreich, Deutschland und Italien, von denen er mit einer großen, besonders dem Gebiete der Kirchenarchitektur angehörigen Skizzensammlung zurückkehrte, die er 1848 veröffentlichte. Zum Sekretär des Ausschusses der Society of Arts 1850 erwählt, nahm er einen hervorragenden Anteil an den durch jenen Ausschuß geleiteten Vorbereitungen zu der großen Internationalen Ausstellung von 1851 und empfing nach deren Abschluß eine goldene Medaille und 1000 Pfd. St. Im J. 1852—54 beaufsichtigte er die Arbeiten in dem Departement der schönen Künste des neuerrichteten sydenhamer Krystallpalastes. Nachdem er 1855 im Auftrage der engl. Regierung über die dekorativen Gegenstände der großen pariser Ausstellung Bericht erstattet, arbeitete er, abgesehen von einer bedeutenden Privatpraxis, viel für die Ostindische Kompagnie und wurde später gemeinschaftlich mit Gilbert Scott als Architekt des neuen Indischen Amts angestellt. Von 1855bis 1859 war W. Sekretär bei dem Institute of British Architects; 1869 wurde er Professor der schönen Künste in Cambridge und 1870 in den Ritterstand erhoben. Er starb 21. Mai 1877. Von ihm erschienen noch: «On metal work and its artistic designe (1852), «Industrial art of the 197½ centurys (1853), Art treasures of the United Kingdom9 (1857), KThe art of illuminatinge (1860), On the foreign artists employed in England during the 164 centurys (1868) und Fine art, a sketch of its history, theory, practise and application to industry (1870), und „An architécts note-book in Spain (1872).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 797Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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