FeedWuttke (Karl Friedr. Adolf)
ReligionBrockhaus 1882

Wuttke (Karl Friedr. Adolf), namhafter prot. sch auf d geb. 18. Rov. 1819 zu Breslau, widmete sich auf der Universität daselbst theol. und philos. Studien und hielt seit 1848 als Privatdocent Vorlesungen über Philosophie. Nachdem er seit 1853 ugleich als Hilfsgeistlicher zu Breslau gewirkt, solgte er 1854 einem Rufe als außerord. Professor der Theologie nach Berlin. Im J. 1861 siedelte er als ord. Professor für systematische Theologie nach Halle über, wo er 12. April 1870 starb. W. schrieb Fragen an die allgemeine christl. Kirche v (Bresl. 1845), mit denen er der freiern religiösen Richtung der Rongeschen Bewegung entgegentrat; Geschichte des Heidentums in Bezug auf Religion, Wissen, Kunst, Sittlichkeit und Staatslebeno (Bd. 1 u. 2, Bresl. 1851—53), „(Handbuch der christl. Sittenlehre » (3. Aufl., 2 Bde., Lpz. 1874), „Abhandlung über die Kosmogonie der heidnischen Völker vor der Zeit Jesus (Haag 1850), Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwarto (Hamb. 1860; neue Bearbeitung, Berl. 1869). Als Abgeordneter für den Wahlkreis Bitterfeld-Delitzsch zum preuß. Landtag von 1866—67 war W. Mitglied der konservativen Fraktion.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 797Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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