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Bildende KunstBrockhaus 1882

CattermoleGeorge), engl. Zeichner und Aquarellmaler, geb. im rolt. b 1800 in einem Dorfe in Norfolk, beteiligte sich schon im Alter von 16 J. an der Illustration des Werks von Britton über die engl. Pliben zeitd Die mittelalterlichen Bauformen blieben seitdem sein Lieblingsgebiet. Auf einer Reise durch Schottland 1830 entwarf er, oft in Rembrandtscher Manier, zahlreiche Skizzen der in den Werken Walter Scotts vorkommenden Ertlichkeiten, die 00. Teil als Illustrationen zu den Waverley-Novellen» herauskamen. Als wirklicher Illustrator trat er sodann in den Historical Annualso Lande Bruders auf, welche die engl. Revolution behandeln. C. lieferte alle Zeichnungen dazu, die unter Heaths Leitung von den besten Stechern ausgeführt wurden. Von 1830 bis 1850 war C. eins der Irei in Wai Mitglieder der Gesellschaft für Malerei in Wasserfarben. Seine Figurenbilder haben dramatisches Leben und bewegen sich in Stoffen aus der Reformationszeit (so Luther auf dem Reichstage, mit 33 Porträts der Hauptgestalten, gestochen 1845 von Walker), aus der Zeit Cromwells und in Schilderungen des Mönchs⸗, Kriegs⸗ und Burglebens des Mittelalters. Alles dies führte er in Wasserfarben aus. Erst in den letzten Jahren, nachdem er sich von jener Gesellschaft zurückgezogen, begann er Olgemälde zu schaffen, deren Gegenstände hauptsächlich dem Neuen Testament entnommen sind. Doch trat von diesen Leistungen wenig an die Offentlichkeit. C. starb 24. Juli 1868 in Clachon bei London. OCattleya Lindl., Pflanzengattung aus der Familie der Orchideen, deren Arten sämtlich im tropischen Amerika einheimis ch sind. Dieselben ge⸗ + zu den Pseudoparasiten, d. h. sind mit ihren urzeln an Baumstämmen der Urwälder angeheftet mißt, sind unter K aufzusuchen. und nehmen ihre Nahrung mittels sog. Luftwurzeln auf. Sie haben, wie sämtliche pseudoparasitischen Orchideen der Tropen, grüne knollige Stämme, an deren Spitze die Blätter stehen, und aus deren Grunde die blütentragenden Stile entind umd Ihre großen, prächtig gefärbten Blumen ind umgekehrt, mit der Lippe nach oben gerichtet. Diese ist sehr groß, kavuzenförmig, an den Rändern wellig gekräuselt. Auch die ziemlich gleichgroßen Blätter des äußern Perigons haben wellenförmig gebogene Ränder. Die Griffelsäule ist ungeflügelt, halbrund, vorn konkav, an der Spitze dreizähnig. Die Arten dieser Gattung gehören zu den schönsten und beliebtesten Orchideen unserer Gewächshäuser. Ihre Kultur stimmt mit derjenigen der übrigen pseudo-parasitischen Orchideen der Tropen überein.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 77Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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