Xanthippe, die Gattin des Sokrates (s.d.), wird von gleichzeitigen und spätern Schriftstellern als das Musterbild eines zänkischen und launenhaften Cheweibes dargestellt, deren Name zur Bezeichnung eines bösen Weibes sprichwörtlich geworden ist. Viele Anekdoten sind vorhanden von den Proben, auf die sie die Geduld ihres Gatten stellte, der ihre Launen mit der Ruhe eines Weisen ertrug. Eine halb scherzhaft, halb ernst gehaltene «Ehrenrettung der X.» hat neuerdings Zeller versucht (Vorträge und Abhandlungeno, 2. Aufl. 1877).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 801Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei