Zach (FranzXaver, Freiherr von), Mathematiker und Astronom, geb. zu Preßburg 4. Juni 1754. Nachdem er als österr. Ingenieuroffizier unter Liesganig mit Vermessungen beschäftigt und darauf einige Jahre als Lehrer bei dem sächs. Gesandten Graf Brühl in London gelebt, trat er auf dessen Empfehlung 1786 als Oberstwachtmeister (später Oberst) in die Dienste des Herzogs Ernst von Sachsen-Gotha, war 17871806 Direktor der von ihm begründeten Sternwarte auf dem Seeberge bei ½ und wurde Oberhofmeister der zu Eisenberg wohnenden verwitweten Herzogin von Sachsen-Gotha. Später lebte er meist im Auslande und im Gefolge der Herzogin zu Paris und in Italien. Auch hier war er für die Astronomie thätig, unter anderm bei Anlegung einer Sternwarte in Neapel und bei Erbauung einer andern bei Lucca. Als die Herzogin starb, kehrte Z. nach Paris zurück, wo er 2. Sept. 1832 an der Cholera starb. Im weitern Kreise sind seine Geogr. Ephemeridend und die Fortsetzung derselben: Monatliche Korrespondenz zur Beförderung der Erd-⸗ und Himmelskunder (28 Bde., Gotha 1800—13), bekannt, die er in Italien unter dem Titel «Correspondance astronomiquep erscheinen ließ. Ein besonderes Verdienst von ihm ist, daß er den Spiegelsextanten zu Ehren brachte. Von seinen übrigen astron. Arbeiten sind zu erwähnen: Tabulae motuum solis novae et correctaes en de 1792,ñ „(Supplementas, 1804), „Astron. Tafeln der mittlern geraden Aufsteigungen der Sonne» (Gotha 1801), Tabulae speciales aberrationis et nutationis ete. (2 Bde., Gotha 1806), Nouvelles tables d'aberration (Mars. 1812, «Supplémento, 1813), L'attraction des montagnes et ses effets sur les fils à plombo (2 Bde., Avignon 1½½1 Seine Schriften und des Gründlichkeit mit Klarheit der Darstellung und des Vortrags.