Zambonische Säule oder trockene Säule nennt man eine von Lüdicke (1801) erdachte und von Zamboni (1812) verbesserte Voltasche Säule aus sehr vielen, z. B. 1000 kreisförmigen Scheiben Gold- und Silberpapiers. Diese sind so geschichtet, daß sich je eine Gold⸗ und Silberpapierscheibe mit ihrer Papiermasse berühren, wobei die Feuchtigkeit der letztern die Flüssigkeit der nassen Galvanischen Batterie ersetzt. Ferner decken sich je eine Kupfer- und eine Zinn-Zinkfläche des unechten Gold⸗ und Silberpapiers. Eine solche Kette ist zwar noch bei recht zahlreichen Elementen sehr schwach, eignet sich jedoch vermöge ihrer entgegengesetzten Pole zur Konstruktion höchst empfindlicher Säulenelektroskope (3. B. von Bohnenberger 1819, von Fechner 1829), sowie zum Bau eines sog. elektrischenPerpetuummobile, bei welchem ein leichtes isoliertes Pendelchen längere Zeit zwischen den entgegengesetzten Polender Zambonischen Säule hin und her schwingt. Dies kommt daher, daß das Pendelchen vom positiven Pol der Zambonischen Säule angezogen wird bis zur Berührung, wobei es sich mit positiver Elektricität ladet. Vermöge der nun gleichnamigen Clektricitäten am Pole und Pendelchen erfolgt jetzt eine Abstoßung des Pendelchens vom positiven Pol, und aus entgegengesetztem Grunde eine Anziehung vom negativen Pol der Zambonischen Säule. Hier wird die positive Clektricität des Pendelchens neutralisiert und dasselbe negativ geladen. Infolge dessen schwingt es zurück zum positiven Pole, worauf sich das Spiel wiederholt etc., bis endlich mit der Zeit die Pole der Zambonischen Säule zu schwach werden, die Schwingungen des Pendelchens weiter zu unterhalten.