FeedElektromotoren
TechnikBrockhaus 1882

Elektromotoren, s. unter Elektrische Maschinen und Elektromotorische Kraft. Clektricitätserregung bei der gegenseitigen Berührung zweier verschiedener Metalle, z. B. des Zinks und Kupfers. Die Metalle, welche sich berühren, werden Elektromotören genannt. Die durch die Berührung der heterogenen Metalle erregte Elektrieität heißt Berührungs⸗ oder Kontaktelektricität; häufiger jedoch bezeichnet man sie als Galvanische oder Voltasche Elektricität. (S. unter Galvanismus und Elektrische Spannung.) Man stellt sich vor, die elektromotorische Kraft trenne die neutrale Elektricität der sich berührenden Metallplatten; treibe die positive Elektricität der Kupferplatte auf die Zinkplatte und die negative Elektricität der Zinkplatte auf die Kupferplatte, und hindere hernach ihre Vereinigung. Infolge dessen erscheinen die in Berührung stehenden Metalle mit gleich starker, aber im Vorzeichen entgegengesetzter Spannung elektrisch, weshalb sie eine elektrische Spannungsdifferenz (Potentialdifferenz) zeigen. Diese hängt nur von der materiellen Beschaffenheit der sich berührenden Metallplatten, aber nicht von der Größe der Berührungsflächen ab. Verallgemeinert nennt man bei jeder Elektricitätserregung die innere, verborgen bleibende Ursache der Scheidung der neutralen Elektricität in die positive und negative Elektricität die entsprechende elektromotorische Kraft. In elektromotorische Kraft zu. Je stärker die letztere ist, in demselben Verhältnis stärker ist auch die Spannungsdifferenz (Potentialdifferenz) und der elektrische Strom, welcher entsteht, wenn jene getrennten, entgegengesetzten Elektricitäten sich wieder in einem sie verbindenden Leiter (Leitungsdraht) vereinigen. Es gibt verschiedene Methoden, die elektromotorischen Kräfte miteinander zu vergleichen oder sie zu messen. (Über die Einheit der elektromotorischen Kraft, s. Elektrische Einheiten.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 39Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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