Zimmerling oder Zimmerhäuer ist der mit der Ausführung der Zimmerung (s. unter Bergbau) beauftragte Bergmann. Zimmermann (Albert), hervorragender Landschaftsmaler, geb. 20. Sept. 1809 zu Zittau, wurde für die Musik bestimmt, deren Studien er in Dresden beginnen mußte. Erst seit 1832 konnte Z. München und das bayr. Hochland zum Schauplatz seiner Studien in der Landschaftsmalerei wählen. Schon in den anfänglich in kleiner Ausdehnung dargestellten Motiven dieser Gegend kündigte sich die poetische Auffassung an, welche ihn später zu einem Meister der histor. Landschaft gemacht hat. Durch charakteristische Staffage, wie Centauren (Museum zu Leipzig), die von der Kreuzigung zurückkehrenden Marien (gewitterschwüler Spätabend auf öder, weiter Landschaft liegend), die Findung Mosis u. a. unterstützt er bisweilen die Intentionen seiner großartig und erhaben konzipierten und mit Khnheit und Virtuosität durchgeführten Bilder. Eine große Gebirgslandschaft, die in Brüssel die goldene Medaille erhielt, besitzt das Städelsche Institut in Frankfurt. Eine andere Gebirgsansicht im Sturm mit der Staffage der fliehenden Herde und des getöteten Hirten, eine seltene Leistung der Landschaftsmalerei, erreicht die Ausdehnung von 2 zu 3 m. Z. war 1857—59 Professor in Mailand, 1859—72 an der Akademie zu Wien, deren Galerie eine großartige Landschaft von ihm besitzt, und lebt seitdem in Salzburg. Er ist Lehrer von drei jüngern Brüdern, von denen die beiden ältern, wie er selbst, anfänglich Musiker waren. Es sind dies: Max 3. (geb. 7. Juli 1811 zu Zittau, An30. Dez. 1878) errichtete eine lithographische Anstalt in Dresden und ging erst im 29. Jahre zum Bruder in die Lehre. Derselbe eignete sich eine große Vollkommenheit in der Perspektive an; sein Gebiet ist der Wald. Er zeigt sich fast unübertrefflich in seinen Eichenlandschaften, und seine Waldbilder haben den poetischen Grundzug, welcher Ruisdaels Schöpfungen, denen er mit großem Glück nachstrebt, so anziehend macht. August Robert 3. (geb. 1818, gest. 6. Juni 1864 zu München) war fast 30 J. alt, als er Maler wurde. Er malte Landschaften, Architektur, Tiere. Richard Z. (geb. 2. März 1820 zu Zittau, gest. 5. Febr. 1875 zu München) war anfangs Schüler von L. Richter, bis er zum Bruder ging. Er bewegt sich in dem Gebiet der Erntescenen, Marinen, Strand⸗ und Feldansichten mit ruhenden oder arbeitenden Menschen. Reine und ruhige Stimmungen gelingen ihm vorzüglich und sind mit dichterischer Empfindung vorgetragen.