Zugs ist gewöhnlich ein Rechteck. Die Windung der Z. wird Drall genannt und entweder nach dem Winkel der Z. mit der Ader nach dere des Rohrs, dem sog. Drallwinkel, oder nach der Länge einer vollen Umdrehung als Dralllänge bezeichnet. Wächst der Drallwinkel vom Boden der Seele nach der Mündung zu, so spricht man von Progressivdrall. Sind die Z. hinten breiter, die Felder Weil⸗ schmäler als vorn, so nennt man die 3. Keilzüge, welche indes nur bei Hinterladern vorkommen. Den Gegensatz dazu bilden Parallelzü ge, welche auf der ganzen Länge des Rohrs eine gleichmäßige Breite besitzen. (Vgl. auch Geschütz und Handfeuerwaffen.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 955Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei