FeedZwieselkette
TierreichBrockhaus 1882

Zwieselkette oder Quengelkette ist die doppelte oder mehrfache Verbindungskette zwischen Fördergefäß und Seil. zwillinge (Gemelli oder Didymi) nennt man zwei zu gleicher Zeit in derselben Mutter reifende rüchte. Eine Zwillingsschwangerschaft ommt entweder dadurch zu Stande, daß bei der Menstruation statt eines Cierstocksfollikels mehrere platzen und die ausgestoßenen und befruchteten Eier sich zusammen in der Gebärmutter weiter entwickeln, oder dereinnt daß ein Ei mehrfache Keime enthält oder der einfache Keim durch Spaltung zur Bildung mehrfacher Früchte Veranlassung gibt. Gewöhnlich besitzt jede Zwillingsfrucht ihre eigenen Eihäute, selten sind beide in ein gemeinschaftliches Ei eingeschlossen. Da Z. wegen des beschränkten Raums in der Gebärmutter und wegen der geringern Ernährung nicht gut zur gewöhnlichen Größe des Fötus gelangen können, so erfolgt die Geburt, bei welcher die eine Frucht der andern meist um einige Stunden, zuweilen um einige 42 und in seltenern Fällen durch Abortus um einige Monate vorangeht, gewöhnlich leicht. In manchen Fällen nur, nicht aber in den meisten, sind Z. einander zum Verwechseln ähnlich und bleiben so bis in ihre reifern Jahre. Die Sterblichkeit der Z. ist bedeutender als die anderer Kinder. Zwillingsschwangerschaften, welche am häufigsten in den gemäßigten Zonen vorkommen, lassen sich wohl aus gewissen Anzeichen vermuten, haben aber keine andern bestimmten Merkmale als das Wahrnehmen der Herztöne beider Kinder an verschiedenen Stellen des schwangern Leibes. Während von Zwillingsgeburten eine auf ungefähr 89 Geburten gerechnet werden kann, stellt sich das Verhältnis der andern mehrfachen Geburten so, daß eine Drillingsgeburt (Drillinge) auf 7—8000, eine Vierlingsgeburt (Vierlinge) auf 20 — 50000 und eine Fünflingsgeburt (Fünflinge) auf mehrere Millionen anderer Geburten kommt. Die Z. sind entweder gleichen oder gemischten Geschlechts; am häufigsten kommen Paare unleichen Geschlechts, dann ein männliches und am Hare 4 weibliches Paar vor. (S. Schwangerschaft. Siamesische Zwillinge ist der Name eines durch einen armstarken Bindegewebsstran oberhalb des Nabels miteinander verwachsenen Zwillingspaares, Chang und Eng, welche, 1811 von chines. Eltern zu Macklong in Siam geboren, sich wiederholt in Europa und Amerika für Geld sehen ließen, in einer Doppelehe mit zwei Schwestern 18 Kinder zeugten und 17. Jan. 1874 auf ihrer Farm in Nordcarolina starben. Die Sektion ergab, daß in dem Verbindungsstrang bloß Bauchfellfalten lagen, welche, von dem tels in der Derpnan zum andern gehend, sich teils in der erwachsungsstelle, tteils im Aufhängeband der Leber verloren. Am rgenauesten hat sie Virchow in der Berliner klinischen Wochenschrifto (1870) beschrieben. 1Zwillinge, das dritte Zeichen des Tierkreises s.,d.) von 60 bis 90˙ Rektascension; es hat das „Zeichen II, ist ein Sternbild des nördl. Himmels und enthält nach Heis 106 dem bloßen Auge sicht⸗ „bare Sterne, unter denen einer der ersten und zwei der zweiten Größe angehören. In den Z. sind mehrere interessante Doppelsterne, unter denen besonders (Castor 7h 26m Rektascension und 32· 10, Deklination) zu erwähnen; der Hauptstern ist 2½, der Begleiter 3½ Größe. Die Umlaufszeit beträgt etwa 1000 Jahre. Ferner stehen verschiedene veränderliche Sterne in diesem Sternbilde, so- wie einer der schönsten Sternhaufen des ganzen Himmels, der schon dem bloßen Auge kenntlich ist (6h Im Rektascension und + 24 21, Deklination).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 978Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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