Zwinger ist der bei der mittelalterlichen Befestigung der Städte und bei Burgen zwischen der äußern und innern Ringmauer be ndliche Umgan oder zur Vorburg gehörende freie Platz, der bei Städtebefestigungen einen Rondengang bildete, bei den größern Dasnen zu ritterlichen Üübungen, zur Aufstellung der Mühlen, als Baumgarten und nötigenfalls auch als Ackerfeld diente. Auch die platzartigen Erweiterungen der Ronden änge, deren Mauer zur niedern Grabenbestreichung diente, wurden Z. genannt; endlich hieß im Mittelalter auch das Frauengemach der rauenzwinger.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 978Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei