FeedBohrspindel
TechnikBau-Lexikon 1881
Fig. 802.
Fig. 802.

Bohrspindel, k., frz. arbre, m., engl. boring-bar, cutter-bar, ist derjenige Theil an der Bohrmaschine (s. d.), in welchen der Bohrer fest eingesteckt wird; sie besteht aus einer vertikalen Welle, Fig. 802 d, die sich sowohl um ihre Achse dreht, als auch sich vertikal verschieben läßt. Die vertikale Verschiebung, vermöge deren der Bohrer um so mehr vordringen kann, je tiefer er sich eingebohrt hat, wird entweder durch dieHand des Arbeiters od. durch die Maschine, bei Bohrern mit schraubenförmiger Windung durch den Bohrer selbst bewerkstelligt. Sie beträgt für den Umgang der B. mindestens mm. für hartes Metall, höchstens mam. bei weichem Metall. Die drehende Bewegung der B. wird meist durch konische Räder vermittelt u. durch Stufenscheiben regulirt. Die Geschwindigkeit der B. also auch des Bohrers, beträgt für d als Durchmesser des Bohrers om.: bei Stahl 8/d Umdrehungen, bei Schmiedeeisen 20/d, bei Gußeisen 5,¾d bis 14/d, bei Messing 40/4 Umdrehungen. Je spröder das Metall ist, desto weniger, je dehnbarer, desto mehr Umdrehungen sind zulässig.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 449Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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