FeedEbenholzbeize
Sport & SpielBau-Lexikon 1881

Ebenholzbeize, f., schwarze Beize auf Holz, s. d. Art. Beize, S. 331. Außer den dort gegebenen Vorschriften ist folgendes Verfahren zu empfehlen: Zuerst hobelt man das Holz glatt ab, reibt es dann mit Bimsstein, hierauf mit Schachtelhalm und endlich mit Alaunwasser. Zur Beize selbst nimmt man 130 g. Galläpfel, weicht sie in 11. Wasser ein, gießt eine gleiche Menge guten Weinessig in ein glasirtes Gefäß u. läßt 100 g. pulverisirten und geglühten Vitriol sowie eine Hand voll Stahlfeile 24 Stunden d arin weichen. Man nimmt zuerst den Schaum, der auf dem Essig schwimmt, ab, und reibt solchen in das Holz ein; ist es wieder trocken, so giebt man 3—4 Anstriche mit dem Galläpfelwasser. Hierauf rührt man etwas Rußschwarz mit Weingeist an u. giebt damit 1—2 Anstriche; nachdem es wieder getrocknet, zerreibt man etwas Tripel mit Wasser, taucht Leinwand hinein u. reibt das Holz 3—4mal damit ab; zuletzt wird es mit einem groben schwarzen Lappen stark abgerieben, bis ein dem Ebenholz ähnlicher Glanz zum Vorschein kommt. Alle festen und schweren Hölzer, welche keine oder nur wenige hervorstehende Adern haben u. keine auffälligen Jahresringe zeigen, können, schwarz gebeizt, dem Ebenholz ähnlich werden. Ebenist, m., frz. ébéniste, engl. ebonist, Tischler, welcher sich hauptsächlich mit Möbelarbeiten u. Fournteren bergement, m. frz., die Anlage von Uferböschungen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 193Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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