
Flamme und heißen Gase in die Esse leitet, u. deren Weite und Höhe natürlich den Zug des Ofens bestimmt. Sie dienen zum Rösten silberhaltiger Erze, und man unterscheidet die ungarischen Röstöfen, die Doppelröstöfen, die Freiberger Röstöfen u. die Flammschmelzöfen. Fig. 1728 u. 1729 stellteinen Zugflammofen dar, wie er beim Silber- und Kupferhüttenbetrieb zum Verschmelzen der Erze und Produkte angewendet wird. Das Umfassungsgemäuer d ruht auf dem Fundament a, während der Herd durch die Pfeilerogetragen wird. Auf diesen liegen zunächst eiserne Platten, dann eine Sandschicht und eine Ziegelschicht, auf tsbibliothek Heidelberg treibeofen), der englische bewegliche Treibherd, der Kupferschleißofen etc. e) Besondere Gestaltungen einzelner Theile. 1. Bei dem F.zum Umschmelzen des Roheisens ruht der Herd entweder auf einem Gewölbe od. auf Eisenplatten;das Flammgewölbe ist meist nach dem Fuchs zu niedriger als bei der Brücke; bei Steinkohlenfeuerung verhalte sich die Fläche des Rostes zu der Herdes wie 2:7; man führe die Luft blos durch den Rost u. die Kohlen ein, verdichte also das Schür- und Arbeitsloch od. Einsetzloch gut, der Herd sei nach dem Fuchs zu schmäler, u. sinke von der Brücke zu der Abstichöffnung am Fuchs um etwa 1½ —2Grad gegen die Wägrechte Der Herd wird mitreinem Auarzsand, gemengt mit feuerfestem Thon, beschüttet. Das Herdgewölbe wird aus feuerfesten Ziegeln gewölbt, mit Schutt bedeckt u. mit einer Lehmdecke überkleidet. Die Länge des Herdes differirtzwischen der anderthalbfachen bis doppelten Breite, je nach der Qualitä des Brennmaterials; der Fuchs muß je nach Bedarf erweitert und verengt werden können, die Fuchsöffnung ver halte sich zur freien Rostfläche ungefähr wie 1:3 oder 1:4, und zwar richtet sich diese Weite bes nach der Qualität der Steinkohlen, doch auch nach anderen Umständen, ebenso die Weite u. Höhe der Essen; erstere 40—55 om. ins Quadrat, letztere 1220 m.; die Esse erhält eine Klappe. Wenn der Ofen nicht imHüttengebäude steht, muß er ein Dach erhalten seine Mauern werden mit Eisenplatten bekleidet, die durch Anker und Bolzen zusammengehalten werden. Brennmaterialbedarf: auf 50 kg. Roheisen 25—40 kg. Steinkohle, 65 kg. Nadelholz, 93 kg. schwarzer Torf. Einsatz 16—60 Ctr., Schmelzzeit 2—4 Stunden. — 2. F. zum Weißen oder Raffiniren des Roheisens vor dem Frischen, Weißofen. Der Herdraum ist sehr flach, das Eisen wird blos in dünner Schicht aufgebracht, die Herdsohle besteht aus einer 20—30 cm. dicken Schicht von weißem Sand, die nur wenig gestampft ist, nach der Fuchsöffnung, Einsetzthüre und Feuerbrücke zu dammartig erhöht, sonst aber wägrecht ist; Thonerde, statt des Sandes, vermindert die Silikatbildung; während des Einsetzens ist die Esse verschlossen. Gasheizung ist der Steinkohlenheizung vorzuziehen; die Gase werden dann erst auf dem Herd des F.mit erhitzter Gebläseluft verbrannt, so daß sehr schnelles Einschmelzen erfolgt. — 3. F. zum Puddeln. Zum Puddelfrischen ohne vorhergehendes Weißmachen eignet sich nur Holzkohlenroheisen. Die Herdsohle des Puddelofens liegt fast wägrecht, senkt sich nur am Hinterende nach der Schlackenöffnung hin, die während des Puddelns geschlossen ist. Zwischen Rosteu. Herdsohle steht eine 25 em. hohe Feuerbrücke; bei schlechten Steinkohlen empfehlen sich Treppenroste; die Esse ist 10—18 em. hoch und oben mit einer von unten regierbaren Klappe versehen. Viele Oefen haben rings um den Hrd hohle Wände von Gußeisen, durch die Wasser oder Luft geleitet wird; der Herd hat mehrere Feuerungsthüren, mehrere Einsetzlöcher Und eine Arbeitsthüre mit Schauloch, durch welches zugleich die Rührkrücken eingeführt werden. Bei Anwendung von Gas zur Heizung steht unweit des Ofens der Generator mit dem Staubkasten; der Ofen selbst aber besteht aus dem Gaskasten, zwischen hohlen Wänden mit der Düsenvorrichtung des Gebläses, u. aus dem Hemd letzteres besteht aus einer Gußeisenplatte über einem hohlen, zugänglichen Raum. Auf der Platte liegen weiche Schlacken, weniger gut feuerfester Sand. Zu grauem Roheisen nimmt man zerschlagene Herdschlacken und Schwahl von der deutschen Frischarbeit, vermengt od. in zwei einzelnen Schichten; zu weißem Roheisen genügen Puddelofenschlacken, Schweißofenschlacken sind unbrauchbar. Die Schlacken werden —8 . stark aufgebracht, dann bis zur Teigkonsistenz geschmolzen und mit einer rothglühenden Krücke geebnet; ist der Herd nach einigen Puddelprozessen nicht mehr fest genug, so kühlt man ihn mit Wasser ab. II. Eine Art der Kalköfen (s. d.). fire-tube, s. im Art. Dampfkessel. iCFlandrischblau, n.,s. Blau. „Streiche, ist diejenige Linie einer Befestigung, welche eine 1andere von der Seite her bestreicht, s. d. Art. Bastion. He5 kondeflanke nennt man denjenigen Theil einer Courtine, 3 welcher zwischen dem Schnittpunkt der Defenslinie mit der Courtine und dem Courtinenpunkt liegt, so daß man von n.da aus durch Schrägfeuer noch die Defenslinie bestreichen „kann. Pte.] — 2. (Herald.) beide Seiten des Andrease. kreuzes. — 3.s. v. w. Bogenschenkel s. Bogen u. Schenkel. „CFlankenbatterie, f. s. Batterie „Fhlankenwinkel, etc. s. Batteriebau, Befestigung etc. „ Flanking-parapet s. of a battery, engl., s. d. Art. it Flanning, s., engl., die Laibung, bes. Fensterlaibung „(I. d.); fl.-breadth, die Fensternischentiefe, Laibungs⸗ ⸗ breite; fl-Wall, die Spaletrwand, s. d. betr. Art. thek Heidelberg LOOF C