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AllerleiBau-Lexikon 1881
Fig. 2464. Habhrinthfries.
Fig. 2464. Habhrinthfries.

Lkommt vor 1. als Zahlzeichen im Hebräischen 30, (L), zwei über einander gesetzte U, jetzt C 100; — 2. als Abkürzung für jiber, Pfund, Laelius, lector, libertus. Laanke oder Latke, f. (Deichb.), s. d. Art. Lache. Labber lot, va. (doch auch n. und k., Schiffb.), zweites Boot eines Kriegsschiffes. Label, 8., engl., frz. Iarabeau, altfranz. lambel, lat. labellus, Läppchen, Läppel, bes. 1. Behänge, Zeddel, Spruchband, Vignette; — 2. das Blättchen, Bändchen: — 3. Traufleiste, Ueberschlagsims (s. d.). Label-corbel-table, 8., engl., Zeddelträgerreihe, s. d. Art. Corbel-table und Fig. 1154. Labellum, m., lat., Diminutivvon labrum, 1. Grube, besond. Sarghöhle. — 2. Cisterne, Reinigungsbrunnen, Weihwasserbecken. Laboratorium, u., franz. laboratoire, m., Raum, zu chemischen Arbeiten eingerichtet; muß feuerfest, gut ventilirt, hell, trocken u. mit sehr gutem Rauchfang u. Dunstabzug versehen sein; s. d. Art. Apotheke und Brennerei. Labour to beds and joints, s., engl., der Fugenschnitt. Labrador, m., frz. labradorite, f., engl. Labradorstone, eine zur Gruppe des Feldspats gehörige Spezies; findet sich als Gemengtheil des Gabbro, Dolerit, Basalt etc., kommt meist triklinoädrisch krystallisirt vor; Härte gleich der des Feldspats, grau oder graulichweiß, gegen das Licht gehalten regenbogenfarbig schimmernd, enthält Kieselerde 53,, Th., Thonerde 28,, Th., Kalkerde 6, Th., Kali 2,3 Th., außerdem Natron, Eisenoxyd etc. in geringeren Quantitäten; wird manchmal zu Tischplatten verarbeitet. Labrador-⸗Nolerit, m. (Miner.), ein meist klein⸗ und feinkörniges Gemenge von Augit und Labrador, grau, weiß oder grün, theilbar oder dicht und im Bruch splitterig. Seltener tritt er in Krystallen auf. Labrum, labratorium, n., lat., Becken, Wanne, s. Bad, Basilika 2. 6., Brunnenbecken, Baptisterium und Kirche B. b. labyrinth, guilloche, maze, I. Gliedbesetzung in Gestalt einer Verschlingung aus geradlinigen, rechtwinklig auf einander stoßendenschmalen Streifen,; s. d. Art. Glied F. a. und Fig. 1924 a, ferner den Art. àla grecque, Fig. 130 „bis 133; hier geben wir in Fig. 2464 noch eine weitere Variation. — 2. Bauwerk mit vielen in einander verschlungenen Gängen und Räumen, so daß Uneinge-Jweihte sich nicht wieder herausfinden. Berühmt ist „das ägyptische L. im Fajum. — 3. s. v. w. Jerusa⸗ „lemsweg od. Bittgang, d. i. laby⸗ „rinthähnl. Ver⸗ „zierung von Kirchenfußböden s. d. Artikel Bittgang. Wir geben in Fig. 2465 den Bitt⸗ Fig. 2465. Bittgang zu St. Quentin. gang aus St. Quentin. (Das Schwarze ist der Weg.) — 4. Aehnliche Anlagen aus Hecken etc. in den Gärten französischer Anlagen. Lae, s., engl., s. Lack, ö Lae-dye, 8., engl., Färberlack, getrockneter wässeriger Aufguß von Stocklack, häufig mit Lacklack verwechselt. Lace, s., engl., die Borte. Lacet, m., frz., 1. Schleife, Schlinge; lacets de fllets, Nestelverzierung. — 2. L. d'une fiche, Dorn eines Scharnierbandes. — 3. L.,mHengl. lacing- bond, der Schränkverband,‚ s. Mauerverband. Lachbaum oder Lachterbaum, m., s. v. w. Grenzpfahl, s. d. Art. Grenze. Lache, k. Gelach, n., 1. frz. mare, f., bourbier, m., Lagune, f., engl. pool, span. jagüei, charca (Wasserb.), eine mit stehendem Wasser angefüllte tiefe Stelle in sumpfigen Gegenden. — 2. s. v. w. Lasche, zum Zeichen oder behufs des Harzausflusses einem Baum beigebrachte Wunde. lacher, v. tr., franz., locker machen, nachlassen; I. la bonde, den Schützen ziehen. Lachests, s. d. Art. Parzen. Lachsfarbe, k. kann man erzeugen durch Bleiweiß, gefärbt mitdem besten venetianischen Roth, Oel u. Terpentin. Lachstein, m., s. v. w. Markstein, bes. der einen Fahrweg bezeichnende Grenzstein. Lacht, m., s. v. w. Frischlacke. Lachter, u., franz. toise, f. (Bergb.), Längenmaß, bezeichnet mit CO = 8 Achtel, bez. mit CI.; 1 Achtel (Spann.) = 10 Zoll, bez. mit CII; 1 Zoll 10 Primen, bez. mit CIII; I Prime = 10 Sekunden, bez. mit OIV. Die L. sind verschieden. Das (in Preußen noch jetzt ziemlich allgemein gebräuchliche) alte preuß. Berglachter enthält 80 rheinl. Zoll (Lachterzoll) und ist gleich 2,52357 m. (1 m. 0, 47798 L.). Das bayer. L. war-1425 M., das braun-M., das ältere sächf. (Freiberger) L. war = Lachterfuß! 1,542547 M. = 0,5284 Preuß. L., während das neue Freiberger L. = 2 m. ist u. in 10 Lachterfuß 3 10 Zoll etc. zerfällt; das schwedische L. hat 6 Fuß und ist = s M., das schemnitzer oder ungarische 2,24 M., das österreichische — Klafter zu 6 Fuß = 1,87 M., das idrische = 6 Fuß 1/56% m., das Joachimsthaler =⸗ 1/½16 M., das polnische Lachterkette, k. (Bergb.), Drahtkette, 5—6 Lachter i lang, deren einzelnes Glied gewöhnlich 5 Lachterzolle lang ist. Cack, W., 1. frz. laque, gomme-laque, résine-laque, f. engl. Jac, cum-lac, ein aus verschiedenen Bäumen infolge des Stiches der Lackschildlaus (s. d.) ausfließendes Harz, welches unter dem Namen Gummilack im Handel ist; — 2. Auflösung solchen od. andern Harzes, z. B. Dammar, Kopal, Bernstein, Kolophonium, Anime etc. in Spiritus, Chloroform, Benzin etc., besser Lachfirniß (s. d.) genannt: — 3. die Berbindungen gewisser organischer Farbstoffe mit Metalloxyden oder Erden (Zinnoxyd, Thonerde), besser Lackfarbe (s. d.) genannt; — 4. der flüssige Lack, lat. Iacca liquida, ist ein mittels saurer Flüssigkeit bereiteter Auszug von Fernambukholz. Fam. Leguminosen), auf Bergen in Ostindien wachsend, liefert außer dem ostindischen Kino u. Cachou en masse auch eine Sorte Gummilack von seinen Zweigen, die oft ganz mit Lackschildläusen bedeckt sind; 2. ceylonischer (Kleurites lacciferum L., Fam. Wolfsmilchgewächse), ist ein Baum, der auf Ceylon und in Westindien kultivirt wird. Der Gummilack aus seinen Zweigen ist der in der Technik geschätzte ceylonische Lack, aus welchem Lackfirniß bereitet wird. Lackfarbe, f. frz. Jaque f. des peintres, engl. Iake, drop-lake, drop-colour, mit Alaun etc. gefällter vegetabilischer Farbstoff. Sind die Farbstoffe in kochendem Wasser unlöslich, so setzt man dem Wasser Potasche, Soda oder andere alkalische Stoffe zu und versetzt erst die erhaltene Abkochung mit Alaun. 1. Gelbe Lin erhält man durch Eingießen der mit mehr oder weniger Potasche oder Soda versetzten Abkochungen von Gelbholz, Kreuzbeeren, Wau, Quereitron etc. in heiße Auflösung. — 2. Orangegelben Lack erhält man durch Fällung einer mit Potasche abgekochten Curcume⸗ oder Orleanlösung mit Alaun. Das Schüttgelb 3. B. erhält man, wenn 5 Th. zerstoßene Kreuzbeeren mit 20—30 Th. Wasser, welches 1 Th. Alaun enthält, ausgekocht werden; dann gießt man die Flüssigkeit auf 3—5 Th. feingeriebene Kreide und läßt das Ganze unter zeitweiligem Umrühren mehrere Stunden stehen. — 3. Rothe L.n werden aus den Rückständen bei der Karminbereitung erhalten, indem man mit der rothen Löfung frisch gefälltes Thonerdehydrat zusammen erwärmt. Kocht man 1 Gewichtsth. Fernambukholz mit 30—40 Gewichtsth. Wasser, setzt dann der Lösung 2—3 Gewichtsth. Alaun und etwas Zinnauflöfung zu und fällt dann mit Potasche, so erhält man einen schönen rothen Lack, der im Handel unter dem Namen Augellack u. Florentiner Lack vorkommt. — 4. Blaue

Lkommt
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 256Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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