Mastir, m., frz. mastic, m., engl. mastich, mastic, span. almiztega, aus der eingeschnittenen Rinde des Mastirbaumes (Mastix-Pistazie, Pistacia lentiscus) ausschwitzendes, gelbliches, wohlriechendes Harz, dient zu Bereitung von Firniß; dazu breitet man den M. auf dem Tisch aus, sucht jedes reine, schöne Stückchen aus, daß die gelben und schmutzigen Stücke zurückbleiben, welche für schlechte Sorten Firniß und feinere Sorten Siegellack verwendet werden können. Auf Chios gewann man früher jährlich 50000 Etr.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 339Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei