Räderwerk, n., 1. frz. rouage, engrenage, m., engl. Wheel-work, gearing. Setzt man mehrere Räder mit einander in Verbindung, so entsteht ein R.; diese dienen dazu, Geschwindigkeit oder Kraft einer fortzupflanzenden Leistung umzuändern. Die Uebertragung der Bewegung kann durch unmittelbare Berührung oder mittels eines Riemens oder andern biegsamen Körpers geschehen. Im ersteren Fall hat man die gewöhnlichen R.e, im letzteren die Riemenscheiben (s. d.). — 2. (Hütt.) auch Rätterwerk, Vorrichtung zum Sieben des Erzschlichs bei trockenen Pochwerken. An der Pochwelle ist ein Kranz mit Kämmen angebracht, letztere drücken den Daumen einer kleinen davorliegenden Welle, Räderwelle, nieder, deren Schiebstange den Däumling der Räderstange schiebt, die sich zwischen zwei kleinen Docken, den Räderarmen, dreht, und auf weicher der Räder ruht. Die Räderstange wird durch eine danebenstehende Prellstange, Rädel, Räderbaum, zurückgedrückt, welche zugleich den Daumen der kleinen Welle an die Kämme des Kreuzes andrückt. In einen Hasten, Räderkasten, fällt durch die schüttelnde Bewegung der klare Schlich; durch die vorn offenen Räder fallen die groben Stücke heraus u. kommen nochmals unter den Pochstempel. — 3. f. v. w. Rad IV.