S.-graal, der Graal. Saintz, altfrz., engl. saints-bell, Chorglocke, Sanktusglocke, daher Glocke überhaupt. Satts, s. d. Art. Mäß. walm, Gotteshüttchen, frz. tabernacle, m., engl. Saerament-house, holy-roof, locker, gods-house, lat. tabernaculum immobile, majus, armariolum sacramenti, turris, ciborium, spitzthurmartiges Skulpturwerk, bildet im untern Theil einen vergitterten Schrank, welcher zu Aufbewahrung und Ausstellung der geweihten Hostien u. der Monstranzen dient, seit dem 14. Jahrh. in der Regel auf der Nordseite des Altars aufgestellt; vgl. auch d. Art. ciborium, auch wohl für Monstranz (s. d.) gebraucht. Mäheres s. in M. M. a. W. Sakristei, k., franz. sacristie, f., sacraire, M. „engl. sacristy, sextry, sacrary, lat. sacrarium, secretarium, gamera paramentorum, hierophylacium, Hierateion, Gemach neben dem Altarplatz, zur Rechten des Altars, also auf der Evangelienseite, ursprünglich also auf der Südseite, nach Umkehrung der Orientirung auf der Nordseite, zu Aufbewahrung der heiligen Gefäße u. Gewänder. Da bei zunehmendem Reichthum aus diesem Vorrath ein Kirchenschatz wurde, so wurde die S. zur Schatzkammer, gazophilacium, thesauria, franz. trésor, frühertrésoir, engl. treasury, Treskammer, woraus Dresekammer und Trostkammer entstanden, oder wegen der vielen Schränke, frz. aumaire, engl. almery, ambry, lat. armarium, almaria, Almerei. Wegen der hier vorgenommenen Umkleidung der Priester und Aufbewahrung der Gewänder hieß sie auch Gerkammer, Gewandhaus, Garvehaus, Gherhus, Gerbekammer, frz. ressoir, vestiaire, garderobe, engl. vestry, revestry, lat. revestiarium, paratorium, gardaroba. Wo, wie beigriechischen Kirchen meist bei größeren lateinischen oft, zwei vorhanden waren, hieß die südliche Dulapion, Photisterion oder Diakonikon und diente für die Akoluthen und niederen Geistlichen, für Aufbewahrung von Kohlen, Weihrauch, Kerzen etc. Die nördliche S. hieß Proskomide u. wurde von den Priestern benutzt. Da sie auch zu Sitzungen des Kirchentribunals diente und hier der Kaiser vor und nach dem Gottesdienst sich aufhielt, auch hier die Priester die Begrüßung der Büßenden und Diakonen entgegennahmen, erhielt sie auch die Namen receptorimn, salutatorium, metatorium, SecCrétarium, aspasticum; in Niedersachsen kommt der Name Zither, Sytere, Synter vor. Zu den Abtheilungen der S. gehört auch das sacrarium (s. d.), das pastophorium de. Bei den jetzigen Kirchen ist sie in der Regel in einem Anbau auf der Nordseite, besser auf der Südseite in der Nähe des Hochaltars. Ja bei Kirchen, an denen mehrere Geistliche fungiren, verlangt oft jeder derselben eine besondere S. für sich u der Küster einen besonderen Expeditionsraum, so daß der Sakristeibau zu einem förmlichen Hause anwächst. Die S. sei heizbar, trocken, hell und zugfrei. Häl, m. franz. salle, f., engl. Rall, room, saloon, lat. sala, aula J. Festraum od. überhaupt sehr großer Raum. ⸗bder schöne Aussicht brauchen Säle eigentlich nicht, da sie „gern das Orchester in der Höhe an und umgiebt sie unten „zimmern sowie von besonderem Eintrittsraum, Billet-Sala, f., mittelalterl.⸗lat., geräumiges Gebäude im wohnungen enthält; s. d. Art. Haus; S. domenica, Gotteshaus, s. publica, Gerichtshaus. Salait, m. (Miner.), s. v. w. Malakolith. Salamanderbaum, m. (Bot., Antidesma Rumphii Tul., Fam. Nesselgewächse), ist ein Baum der Insel Amboina, dessen Rinde die Fähigkeit besitzt, dem Feuer lange zu widerstehen; daher der Name. Salamines, s. d. Art. Mäß. Salatbaum, m., s. d. Art. Cereisholz, Judasbaum. Salatöl, n., s. in d. Art. Anstrich 57. Salband, n. s. Sälleiste. Salbaum, m. (Bot.) Shorea robusta, Fam. Diplerocargeen, einer der kräftigsten und geschätztesten Bäume Ostindiens, besonders häufig im sogen. Terai am Südfuße des Himalaya von Assam bis zum Pendschab. Sein Holz ist als Nutzholz sehr gesucht. Salbeiweide, k. (Bot.), s. d. Art. Weide. Salbzimmer, n., s. d. Art. Bad 4. a. iothek Heidelberg DFC