Tabernanel, n., frz. tabernacle, m., engl. tabernscle, holy-rOof, hovel, housing, lat. tabernaculum, casula, eigentlich Breterbaracke, Zelt, Fronwalm etc., säulengetragener Ueberbau, auf den Seiten offen, zunächst: 1. auch taberna altaris, ein solcher Ueberbau über dem Altar (s. d.). — 2. Der in dem spätern, geschlossenen Altarüberbau des Tabernakelaltars (s. d.) befindliche Schrank für die Eucharistie, s. d. Art. oiborium 2. — 3. Sakramentshaus (s. d.), auch Herrgottshäuschen od. Schaff genannt, an der Nordwand des Chors in der Nähe des Altars. — 4. Bilderdach, Engelhäuschen, auf Strebepfeilerabsätzen etc. angebracht. Der Obertheil des T.s ist oft sehr hoch in luftigem Fialenwerk od. als Helmdach ausgeführt; wenn dieser Helm kuppelförmig u. mit geschweiften Wimbergen umgeben ist, heißt er Bischofsmütze. — 5. Thronhimmel über dem Sitz des Bischofs, Abtes etc. im Hochchor. — 6. Sarg, Todtenlade; s. d. Art. goth. Baustil, Italienisch-gothisch, Baldachin, Bilderblende, Reliquienschrein, Kirche etc. Das Wort ist entnommen aus Psalm 42, 3.