Sandelholz od. Santelholz, n., frz.santal, engl. sanders, saunders, 1. gelbes und weißes, vom Sandelbaum (Santalum, Fam. Santalaceen), s. d. Art. Lignum 25. und 26. Der Baum wird über 1 m. dick, dabei aber nur mäßig hoch. Das innere Drittheil des Stammholzes sieht gelb aus und wird als Ambraholz zum Fourniren feiner Geräthschaften verwendet. Je dunkler das Holz, je näher der Wurzel es entnommen ist, desto kräftiger ist sein rosenähnlicher Geruch. Der weiße Splint ist geruchlos u. deshalb ohne Werth. Es verarbeitet sich gut, nimmt gute Politur an und kommt in armsdicken Stücken im Handel vor. — 2. Weißes S. gleicht dem europäischen Kastanienholz, ist jedoch feiner und härter und nimmt schönere Politur an. Es ist gelblichweiß, schwer, feinfaserig u. hat sehr feine, aber wenig geschlossene Poren; dabei ist es fast geruchlos. Es kommt von dem myrtenblätterigen Sandelbaum (Santalum myrtifolium, Fam. Santelgewächse). — 3. Andere Sorten S. stammen von Santalum Freyeinetianum, Santalum paniculatum, Fam. Santalaceen, und vom Naihobaum. Diese Bäume kommen auf den Sandwichinseln noch in ansehnlichen Waldungen vor, die vom Gesetz besonders geschützt sind. — 4. Blaues S., s. v. w. Griesholz (s.d.); die Mutterpflanze wird von Hernandez Coatli oder Tlapalez genannt. — 5. Afrikanisches rothes S., s. Camwood und Angolaholz. — 6. Rothes S. oder Caliaturholz, red Sandalwood, auch Korallenholz, frz. santal rouge, bois de COrail, engl. red sanders genannt, kommt aus Ostindien u. Koromandel von Ptero-Carpus santalinus, einer Leguminose. Es kommt in den Handel in schwärzlichen, innen blutrothen Stücken u dient eben sowohl zum Färben wie zu Zahn-u. Räucherpulvern; ferner s. d. Art. Sappanholz u. Korallenholz. — 7. Falsches S., ein gewürzhaftes, wohlriechendes Holz, ehemals unter dem Namen Pseudosantalum creticum bekannt, aber weniger technisch verwendet. Es stammt von Planera abelica, einem Gewächs, das, unserer Ulme verwandt, auf den griechischen Inseln wächst.