
Schwarzpech, n., s. d. Art. Pech und Baumkitt. „ Schwarzspießglanzerz, u. (Miner.), s. v. w. Bournonit. eSchwarzstein, m. (Miner.), s. v. w. Braunstein. rSchwarztanne, k. (Bot.), 1. Pinus vulgaris; s. d. Axt. Fichte. — 2. Pinus nigra Act., in Nordamerika; f. Pinus. Schwarzinn, n. (Hütt.), zum Schmelzen fertiges Zinn. nSchwebüstrich, m., frz. hourdis m. de plancher, engl. nrubble-floor, wash-floor upon laths, zwischen den Balken 5in Balkendecken befindlicher Aestrich wird am einfachsten durch strohumwundene u. von oben u. unten mit Lehm be⸗ „strichene Stakhölzer hergestellt; s. auch d. Axt. Windeldecke und Aestrich. Schwebebogen, m., schwebende oder fliegende Strebe, s. d. Art. Schwibbogen. Schwebefenster, n., s. v. w. Schiebefenster. eschmebend, adj., 1. (Herald.) heißt eine Heroldsfigur, wenn sie die Umfassung des Wappens nirgends berührt. 2. s.e Firste (Bergb.), Firste, die nicht mehr feststeht, sondern einzusinken droht. — 3.ste Gätten, s. v. w. hängende t Gärten; s. d. Art. Assyrisch. — 4. s.er Fußboden, nicht überall fest aufliegender Fußboden, zumal solcher, unter welchem der Raum zwischen den Lagerhölzern leer gelassen worden ist. — 5. Ler Gang (Bergb.), Gang von ganz od. fast horizontaler Richtung. — 6. stes Gerüst, Schwebgerüst, s. unter Gerüste u. fliegendes Gerüst. — 7. se Mauer, auf Bogen ruhende Mauer, s. Mauer I. — 8. s.e Mittel (Bergb.) nennt man die nur im Hangenden eines Stollns sich findenden Anbrüche. — 9. er Sumpf, eine Senkgrube, die oben mit einer Bühne bedeckt u. mit Rasen wohl verwahrt ist; man legt dergleichen für das Grubenwasser an, wenn es sich nicht anders beseitigen läßt. — 10. .es Feld (Bergb.), vollständig „ausgebeutete Grube, welche blos ihre Bergfeste noch besitzt. schwedische Fliese, k. aus grobem Marmor gefertigte graue u. braune Platten; s. d. Art. Fliese und Fußboden; . haube, welsche Haube, geschweiftes Kuppeldach für Thürme; s. Haube, Helm, Dach; ses Dach, s. v. w. Kronendach; s. unter Dachdeckung; ses Grün, s. Scheele's Grün. Schwefel, m., franz. soukre, m., engl. sulphur, brimstone, lat. sulphur. I. Allgemeines und Vorkommen desselben. S. ist ein Metalloid, Aequivalent = 16, spez. Gew. = 1/75— 2,066. Dieses Element findet sich ziemlich reichlich, meist mit Metallen verbunden, als Schwefelmetall, Schwefelkies, Schwefelblende, Schwefelglanz, doch auch rein in Krystallform, ferner auch als Schwefelwasserstoff u. als mit Basen verbundene Schwefelsäure, z. B. im Gips, Schwerspat, Cölestin, ferner in Pflanzen und thierischen Körpern. Gewonnen wird er in Sizilien, wo er in fast reinem Zustand neben kalkigen und thonigen Steinen ganze Höhlungen u. Klüfte in Stalaktitenform erfüllt; in Quito, Island, Polen, Tripolis etc., auch in Deutschland kommt er theils rein, theils von Steinsalz oder Bitumen begleitet, mit Gips u. Braunkohlen vor, doch in so geringer Menge, daß man ihn in Deutschland vorzugsweise aus Eisen⸗ u. Kupferkies darstellt; s. übr. dar. d. Art. Arsenikkies, Auripigment, Brüherz, Realgar, sowie Schwefelarsenik, Schwefelblende, Schwefelerde etc. II. S. tritt gleich dem Kohlenstoff in drei allotropischen Zuständen auf, nämlich amorph oder in zweierlei Form krystallisirt, daher er auch dimorph genannt wird. Diese drei Modifikationen find: 1.4-S. oder Schwefelspat, in Sizilien und Spanien, in rhombischen Oktaßdern. Bruch muschelig, ins Unebene; diesen kann man künstlich darstellen, wenn man eine andere Modifikation des Ses in Schwefelkohlenstoff löst und der freiwilligen Verdunstung überläßt; spez. Gew. = 2,% — 2,f; er ritzt Tall, ist ritzbar durch Kalkspat, schwefelgelb ins Rothe, Braune und Graue, verbrennt mit blauer Flamme, ist unlösbar im Wasser, auf trockenem und nassem Weg leicht lösbar in Alkalien. Bei natürlichem Vorkommen ist ihm etwas Thon⸗ od. Kieselerde, Bitumen oder Kohle verbunden. — 2. 6-S., prismatischer S., gemeiner S., krystallisirt in schiefen, rhombischen Säulen, die man erzeugen kann, wenn man S. schmilzt, bei beginnendem Erkalten die Deckschicht durchstößt und den zum Theil noch flüssigen S. ausgießt; kommt in der Natur vor als Faserschwefel od. Schwefelerde. Spez. Gew. = 132. — 3.-S., amorpher S., bleibt, nach dem Schmelzen in Wasser gegossen, längere Zeit plastisch, III. Der S. löst sich nicht in Wasser, wenig in Alkohol u. Aethex, leicht in Terpentinöl, Schwefelkohlenstoff und fetten Oelen, läßt sich aus letzterer Lösung nicht unverändert wieder ausscheiden, schmilzt bei 112zu eineröligen Masse, wird bei 116 dunkelroth u. dick, bei 250 teigartig, dann aber wieder ganz dünnflüssig, bleibt aber braun. Bei 420% beginnt er zu sieden u. verwandelt sich in dunkelrothbraune Dämpfe, die sich in kaltem Raum als Schwefelblume anlegen; an der Luft entzündet er sich bei 260. Behufs Gewinnung des Sis bricht man z. B. in Sizilien die Schwefelmassen aber eine Hitze von 150° C. nicht überstiegen werden darf, weil sonst der S. wieder dickflüssig wird und die Abscheidung der erdigen Unreinheiten nicht erfolgt. Diese setzen sich nämlich zu Boden. Das Flüssige schöpft man ab und gießt es in nasse Holzformen, in denen es zu Rohschwefelblöcken erstarrt. Der Bodensatz, um mit den ärmeren Erzen vermengt zu werden, wird in die 12—16 in einen liegenden Ofen (Fig. 3148) eingelassenen Thonkrüge aa gebracht und, vermöge der Hitze durch die Röhren h in die Krüge übergetrieben, destillirt, in welchen sich die Dämpfe zu flüssigem S. kondensiren, der durch d in das mit Wasser halbgefüllte Gefäß e überläuft. Sehr verschwenderisch ist die in Sizilien hier und da noch übliche Methode, den S. in Meilern zu schmelzen, wobei der S. selbst als Brennmaterial benutzt wird u. also ein großer Theil desselben verloren geht. Bei der Gewinnung aus Kiesen (Doppelt-Schwefeleisen) würde man durch Glühhitze den S. so weit abtreiben können, daß nur Einfach-Schwefeleisen zurückbliebe; da aber der Rückstand dabei schmelzen würde, treibt man die Hitze meist nur bis zum Zusammensintern des Erzes, wobei man allerdings nur den dritten Theil des Schwefelgehaltes gewinnt. Diese Gewinnung geschieht in thönernen Retorten, ganz ähnlich wie die Destillation der Steinkohlen behufs der Gasbereitung. Die Rückstände, Schwefelbrände, werden zu Erzeugung von Eisenvitriol verwendet. Durch die beschriebene Destillation des natürlich vorkommenden S.s od. des Schwefelkieses gewinnt man zunächst den Rohschwefel, der, wie erwähnt, in hölzerne Formen fließt, die man zuvor anfeuchtet; so erhält man Stangenschwefel. Die weitere Bearbeitung geschieht im Schwefelläuterofen (s. d.). Wenn man Schwefelleber durch Säuren zersetzt oder ein unterschwefligsaures Salz mit einer Säure zusammenbringt, entweicht Schwefelwasserstoff u. es fällt Schwefelmilch, d. i. S. in feinzertheilter Form, zu Boden. IV. Angewendet wird der S. zu Exzeugung von unterschwefliger Säure, schwefliger Säure, Schwefelsäure,