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TechnikBau-Lexikon 1881
Peripheriezwei

Peripheriezwei gegenüberliegende kleine Ansätze haben, die über den Cylinder durch Längenschlitze hinausreichen u. im äußeren in Längennuthen gehen, so daß der innere nicht gedreht werden kann; in der Innenhöhlung des äußeren Cylinders laufen Quernuthen ringsum; die Scheiben werden durch eine Spirale immer aufwärts gedrückt. Wenn nun die Scheiben alle so weit hinabgedrückt werden, daß sie an die Quernuthen kommen, so können sie und mit ihnen der innere Chlinder gedreht werden. Der Schlüssel hat, den Tiefen entspredie Scheiben hineingedrückt werden daß er einem ausgezogenen Ferner einen kleinen Bartzur Drehung den Zweck, den höchsten zulässigen oder elastischen Flüssigkeit anzuverhindern, daß dieser Druck über-Ventil muß so lange dicht geschlossen noch nicht erreicht ist; sobald er gelangt, sich ungehindert öffnen und geöffnetem Zustand verbleiben. Schlusses ist es nöthig, daß die Be188456d4/0214 ander geschliffenseien, die Gestalt wäre dabei gleichgültig. Damit aber das Ventil sich zu gehöriger Zeit öffne, können die meisten Ventile, bes. Kegelventile, nicht zur Anwendung kommen, weil sie zu wenig Sicherheit bieten; am besten ist das flach aufgeschliffene Ventil, da die Adhäsion möglichst klein werden wird, indem man die Sitzfläche verkleinert. Auch der Umstand, daß zwei auf einander abgeschliffene ebene Flächen immer konisch zu werden suchen, ist bei dieser Verkleinerung maßgebend. Die Marimalbreite desSitzes ist 2mm. Da endlich der höchste zulässige Druck nicht überschritten werden kann, so muß die Flüssigkeit in gehöriger Menge abströmen können, das Rohr muß daher weit genug sein. Bei Dampfkesseln ist die Weite d des Dampfrohres gesetzlich vorgeschrieben; in Frank⸗ Fig. 3196. Trümmer veich ist z. B. woss die Heizfläche des Kessels in Duadratmetern, ndie Anzahl der Atmosphären bedeutet. Die gewöhnliche Einrichtung des S.s bei Dampftesseln zeigt Fig.31982. Auf dem mit dem Dampfkessel in Verbindung stehenden Dampfrohr liegt das Ventil, welches unten drei Bůgel hat, da mit eine seitliche Verschiebung des S.s unmöglich werde. Das S. wird durch das an einem Hebel sitzende Gewicht niedergedrückt u. kann sich nur dann heben, wenn das statische Moment des Dampfdruckes dasjenige des Gewichts übersteigt. — Damit der Dampf in gehöriger Menge ausströme, muß sich das S. um / seines Durchmessers heben; in seiner gewöhnlichen Gestalt thut es dies nicht; man hat daher verschiedene Verbesserungen versucht. Die eine bezweckt, das S. in dem Augenblick zu entlasten, wo es sich hebt; das Haussonsche S. dagegen sucht durch ringförmige Sitzfläche die Ausströmungsöffnung zu vergrößern. Fig. 3197. Wohnung de es Sang-Kharat bei Nophaburi. Zu Art. siamesische Bauweise. sichern, trs. Z. (Hütt.), das gepochte Erz mit Wasser in dem Sichertrog hin u. her rütteln u. dadurch scheiden. Der Sichertrog ist ein hängender, länglicher, vorn schmaler, hinten breiter Kasten. Diese Art Scheidung, Sicherung (s. Bart 7), wird vorher zur Probe u dann erst im großen ausgeführt. Sicherpfahl, Sicherheitopfahl, m. (Wasserb.), s. v. w. Aichpfahl, s. unter Mahlpfahl 2. Sicherungsvorrichtung, auch Fahrstuhlsicherung Fahrstühle (s. d.) gegen Fall wer-Einrichtungen empfohlen. Gegenvon Richard Liebig in Reudnitz-Leipzig und die von Schelter & Giesecke in Leipzig. sichtbarer Vachstuhl, m.; s. Dach und Decke. Sichtearm, m. (Mühlb.), s. d. Art. Arm 3. Sichter, m., 1. (Mühlb.) s. v. w. Mehlsieb, Beutelwerk. — 2. (Wasserb.) auch Sichterhöhle, die durch einen Deich führende hölzerne Rinne, um das Binnenwasser abzuleiten. — 3. s. v. w. Siebwerk und Sichtewerk. Sichtewelle, Siebwelle, k. (Mühlb.), Welle des Beutelwerks. Sichtewerk, Sichtezeug, u. (Mühlb.), 1. franz. blutoir, bluteau, engl. bolter, f. v. Beutelwerk. — 2. frz. babillard, engl. sbaking-apparatus, Vorrichtung zu Erzeugung der Bewegung des Beutelwerks. Sicilieus und Sielos, s. d. Art. Mãß. Sickergraben;, Siekergrabeu, m. (Wasserb.), dienen zur Entwässerung und Urbarmachung sumpfigen Landes; man führt sie in ein fließendes Gewässer, womöglich mit gleichmäßigem Gefälle von 1 bis 1½ em. auf 12 m. Länge, u. füllt sie mit großen, Spielraum gebenden Steinen aus, so daß das Wasser zwischendurch sickert u. in eine mittlere, 15—22 em. breite Oeffnung gelangt, auf die man Steinplatten legt od. auch Faschinen, die mit Rasen bedeckt werden, oder alte hölzerne Bohlstücke, die mit Bohlen oder Rasen bedeckt und mit Erde überworfen werden; s. übr. d. Art. Abzugsgraben, Drainage, Entwässerung etc. Sickergrube, f. s. Abzugsgrube und Senkgrube. Siclus m. sicula, f., lat., ehernes Wassergefäß, besonders Weihwasserbecken. Maulbeerfeigenbaum. Sammetpappel, k. (Bot.), Malvacee mit die zum Spinnen von Seilen Fläche. Seitenschiff (s. d.). Banket 2. und Trottoir. Seitenpfosten. — 2. s. v. Art. Jahr. Siderit, m. (Maur.), 1. f. d. Art. Blauspat und Spat eisenstein. — 2. Blauer Quarz, Saphirquarz. Siderolith, m., auch Terrolith gen., eine Art Terra cotta von bedeutender Härte. Side t00l, s., engl., Ausdrehstahl. Side-track, s., engl., Seitengeleise. Side-Wall, s., engl., Seitenwand. Siding, 8., engl., die Weiche. Sieh, u.,franz. erible, sas, tamis, engl. sieve, range. Auf den Bauen gebraucht, um den Sand und andere in gekleintem Zustand zu verwendende Materialien durchzusieben; das gröbste dieser S.e ist der Durchwurf, das feinste das Härsieb; s. beides, sowie d. Art. Rätter, Sandsieb etc. steben, tes. Z., franz. cribler, tamiser, sasser, passer au panier, engl. 40 sikt, to bolt, to garble, s. d. Art. Durchwerfen, Sand re. Sieben, als symbolische Zahl s. d. Art. Symbolik, bedeutet die Vereinigung der Dreieinigkeit u. der vier Elemente, erinnert an die sieben Malkkabäer, die sieben Engel, den siebenarmigen Leuchter, die sieben Säulen der Weisheit Salomo's, an die sieben Kirchen, die sieben Weiber des Jesaias, die sieben Briefe Pauli, die sieben Gaben des heiligen Geistes (Jesaias XI. 2. 3.); wegen des siebenten Tages ist sie Sinnbild der der Lobpreisung (118. Psalm, 164), der Verzeihung, die siebenmal siebenzigmalertheiltwerden soll. Ferner denke man an die sieben Bitten des Vaterunser, die sieben Seligkeiten, die sieben Planeten, die sieben Diakonen der Kirche, die sieben Boten des Herrn, das siebente Weltalter der Gottes ruhe in unbegrenzter Ewigkeit. Auch hatten die Bapkisterien 7Stufen Fig. 3199. Mahaprasat, d. h. G zu dem Taufteich hinab; über die sieben Tauben s. Jesu-Christus. Siebenblatt, n., Siebenpaß, m., Siebenschneuß, n. (Form lehre), werden analog gebildet wie die Dreiblätter, Drei pässe, Sechspässe etc.; s. d. betr Art. Sirbeneck, Siebenheit, n. (Geom.), franz heptagone engl beptagon. Eine genaue Konstruktion des regel mäßigen Siebenecks blos mit Zirkel und Lineal ist nich ausführbär. Das Einfachste ist jedenfalls, in den Kreis HEIDELBERG t-in den es eingeschrieben werden soll, mit Hülfe des Transporteurs, einen Centriwinkel von 6% = 51 Grad 25 a⸗ Minuten u. 43 Sekunden anzutragen, dessen Sehne eine Seite des Ses giebt; s. übr. d. Art. Vieleck. Siebenflach, n. (Geom.),s. d. Art. Heptacder. Siehenziger, m. s. d. Art. Bauholz F. I. n. Siebmaschine, k., Siebwerk, u., frz. Egrappoir, engl. sieve-shaker, heißt jede, größere Siebe zu irgend einem Behuf in ununterbrochenen Gang hin und her bewegende 1⸗ Maschine. S. z. B. in Pochwerken zur Sonderung des i⸗ feinen Gutes von dem noch einmal unter die Stampfen zu werfenden groben Erz etc. e, Siebsetzarbeit, siebwäsche, k. (Hütt.), franz. eriblage, l⸗ engl. sieving, s. Aufbereitung 6. und Grubenbau. ht. Siechenhaus, n., franz. infirmerie, maladrerie, engl. 5, infirmary, lat. infirmarium, s. Lazareth und Hospital. Fig. 3200. Grabpagode einer Prinzenfamilie von Siatn. Zu Ar: Siedehitze, f., und Siedepunkt, m., s. d. Art. Therm meter, Wärme re. und d. Art. sieden. steden, n., 1. trs. Z., franz. kaire bouillir, cuire, eng stets dieselbe Temperatur, man mag ihr so viel Wärme zugeführt haben als man will; es wird also während dieser Zeit alle Wärme nur zur Verwandlung in Dampf, nicht zur Erhöhung der Temperatur verwandt. Die während des S.s konstante Temperatur heißt die Siedehitze, franz. température d'ébullition, engl. boiling-heat, der sie bezeichnende Punkt am Thermometer der Hiedepunkt, franz. point d'ébullition, engl. boiling-point; derselbe ist für verschiedene Flüssigkeiten sehr verschieden. Außerdem hängt er sehr von dem Druck ab, unter welchen das S. vor sich geht; so siedet Wasser unter dem Rezipienten der Luftpumpe viel eher als unter Atmosphärendruck. Folgendes sind die Siedepunkte einiger Flüssigkeiten bei dem gewöhnlichen Atmosphärendruckvon 760 mm. am Celsiusthermometer: Schwefelkohlenstoff. 47⁰ konzentrirte Schwefelsäure 325e Quecksilber Durch Substanzen, welche im Wasser gesättigte Lösung von Kochsalz erst bei 108,. Siederöhre, f. (Masch.), frz. bouilleur, engl. Siegesbogen, w., Sieges-Triumphbogen; s. d. betr. Art. Siegesgehünge, Siegeszeichen, n. Trophäen, sind a Verzierung einer Ehrenpforte od. dergl. verwendbare, z sammenhängende und mit einander verschlungene Kriegsgeräthe; s. übr. d. Art. Armatur. Siegessünle, f., s. Denkmal. Siegeswagen, w., antiker Wagen, biga (zweispännig), oder quadriga (vierspännig), worin die Siegesgöttin od. der gefeierte Triumphator steht. Sieke, k., s. Secke. Siel, Syl, Siehl, n., Syhle, k., frz. Eeluse pratiquée par une digue, pertuis, rigole, engl. dike-lock, dike-drain (Wasserbau), zum Herauslassen des hinter einem Deich sich sammelnden Wassers durch den Deich gelegte Schleuse, welche zugleich verhindert, daß das vor demselben aufgestaute Wasser hinter den Deich trete. I. Eintheilung. 1. Das einfachste sind natürlich die Sichter (s. d. 2.), die aber blos anwendbar sind, wenn der innere Grund und Boden über dem äußern Flutniveau liegt. — 2. Schuhsiel, Schühzensiel, einfacher offener Kanal od. auch überbauter Durch⸗ Fig. 3202. Temp laß, mit einem Schütz versehen; dient zugleich, um das Wasser bis auf eine gewisse Hi hinter den Deich treten lassen zu können, um dem Vorwa ein Gegengewicht entgegenzustellen, sowie um das Binn HEIDELBERG O Uniy zu-Pumpensiel, Pumpsiel, diese sind oft über 5m. breit u. 4 w. pel des ruhenden Buddha zu Bangkol, Zu Art siamesische Bauweise. öhe! hoch im Lichten und bekommen, um das La nd vor der plötzgoden zu Bangkok. Zu Art. siamesische Bauweis asser lich steigenden Flut zu sichern, vor dem Deich zwei Flügelnen-thüren, die sich durch den Druck des wachsenden Wassers bei eintretender Flut selbst verschließen; tritt hingegen Ebbe ein u. das Binnenwasser wird höher als das Außenwasser, so öffnen sich die Flügelthüren wieder und das Binnenwasser tritt aus. — 4. Alappsiel, ebenso wie die vorigen, nur kleiner; bei geringem Binnenwasser angewendet. Ihnen giebt man, statt eines doppelten Thores, eine nach außen aufgehende und von oben herabhängende Klappe. II. Anlage und Ausführung. Alle diese Ste können von Stein oder Holz erbaut werden; es werden entweder, wie bei dem Schleusenbau (s.d.), Grundpfähle u. Spundwände geschlagen, Sandstraken und Kleibalken gelegt, oder man legt auf den abgeebneten Boden, 1,—2,% aus einander, hölzerne Unterlagen und darauf direkt die Sandstraken, auf die man die Kleibalken aufkämmt. Die Enden der Kleibalken etc. müssen außen bündig verschnitten werden; auf die Kleibalken kommen nun die Koppelbalken und zwischen diese der Sielboden (aus Bohlen, s. auch d. Art. Astrach, der durch die in die Koppelbalken (Langschwellen) eingezapften Nadeln gehalten wird. In die Koppelbalken werden Ständer eingezapft, die ca. 35 cw. im Lichten von einander entfernt sind u. außen Pfostenbeleg erhalten; sie tragen in Zapfen die Querbalken, auf denen starke Deckpfosten liegen. Ein S. mit solchen Wänden heißt Ständersiel mit Wänden nach Art der Blockwände Balsensiel; ganz kleine können aus Bohlen konstruirt werden und heißen dann Kumpfsiele. Vor Unterwaschung etc. schützt man das S. durch Anschüttung der Sielsoje od. Hielberme, frz. quai, engl. bank. Das Thürgerüst, Schlaggebinde, besteht, wie bei den Schleusen, aus Ständern u. einem Drempel, wozu aber noch eine obere Schlagschwelle oder ein Oberdrempel kommt. Das Vorsiel, d. h. das Haupt nach der Flut zu, bekommt etwas mehr Breite als die Kammer, die auch Binnersiel heißt, und seine Flügel sind so gebaut, wie die Wände der Kammer. Die Thüren laufen etwas an, etwa 1:60, so daß sie beim Gleichgewicht des Wassers von selbst zufallen, gehen auch blos bis zum Winkel auf. Bei sehr weitem S. bringt man zwei Pär Thore hinter einander an, das äußere heißt dann Flutthor, das innere Ebbeod. Spillthor, auch Noththor od. Binnenschleuse. Solche Steerhalten dann noch ein Binnenvorsiel. Das Binnenwasser wird dem S. durch einen Kanal zugeführt, welcher Binnertief heißt; über diesen und das Außerties s. d. betr. Art. Vor Erbauung des Ses muß natürlich die dazu nöthige Vertiefung, Sielgrube oder Sielkuhl, ausgestochen und umwallt od. mit Fangdämmen versehen werden, um im Trocknen arbeiten zu können. Bieltief, n. (Wasserb.), s. d. Art. Siel und Binnertief. Sienaerde, k., . d. Art. Terra di Siena. Sienit, Syenit, m. (Miner.), ist ein Granit, aus welchem der Quarz und der Glimmer fast ganz verschwunden sind, wogegen Hornblende mit Feldspat ein gewöhnlich grobkörniges Gestein bildet. Das Gestein erscheint massig und liegt bald auf Granit, Gneis und Thonschiefer, bald ist es ihnen eingelagert. Der S. bildet Gänge in der Kreide und im Sandstein. Er liefert einen guten Baustein, wird zum Straßenbau, zu Trottoirs, als Bruchstein u. in der höheren Baukunst verwendet; verwittert fast noch langsamer als der Granit. Sierra, f., span., 1. Säge. — 2. Ausgezacktes Gebirge. Sieve, s., engl., das Sieb, der Durchwurf. Sifter, s., engl., Siebwerk. Sigma, u., lat., 1. halbkreisförmiges Speiselager; s. d. Art. Triclinium. — 2. Kreisförmige Sitze um das Warmwasserbecken (piscina) im römischen Bad. Sigmundscher Laustil, m. So nennen Manche den in Polen zur Zeit der Frührenaissance herrschende Baustil. Signaculum, signum Dei, n., lat., Sinakel, eine runde Scheibe, bezeichnet mit Nod. mit —, s. d. Art. Christus. Kommt als Attribut der Engel, serner auf Kelchfüßen re. oder auch als Weihezeichen an Pfeilern der Kirchen vor. Signage/ m., franz., Zeichnung, die Eintheilung der Glasscheiben zu einem Fenster, bes. behufs der Glasmalerei, darstellend.

Fig. 3198. Pagode des Wät-Tschang zu Bangkok. Zu Art. siamesische Bauweise.
Fig. 3198. Pagode des Wät-Tschang zu Bangkok. Zu Art. siamesische Bauweise.
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Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 204Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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