FeedVentilator
TechnikBrockhaus 1882

Ventilator ist im weitern Sinn jeder zur Lüftung dienende Apparat. (S. unter Ventilation.) Im engern Sinn ist V., auch Centrifugalventilator oder Centrifugalgebläse genannt, ein Gebläse, bei welchem die Luft durch ein in einem Gehäuse schnell rotierendes Schaufel⸗ oder Flügelrad (ddaher auch der Name Flügelgebläse) in der Achsenrichtung desselben angesaugt und vermöge der Centrifugalkraft nach der Peripherie des Gehäuses je nachsol wird, wo sie von den auf gleiche Weise nachfolgenden Luftschichten durch die Ausströmungsöffnung gedrängt wird. Hat die letztere geringern Querschnitt als die Zuführungsöffnung, so wird die Luft im V. komprimiert; im andern Fall entweicht sie mit der durch die Flügel erhaltenen Geschwindigkeit. V. der erstern Art finden namentlich im Gießereibetrieb Verwendung, während die letztern häufig für Ventilationszwecke gebraucht werden und auch als Exhaustoren oder Sau ventilatoren, z.B.bei Mahlgängen, dienen. er Bau der V. ist im Prinzip der nämliche wie bei den Centrifugalpumpen. (Vgl. Pumpen.) Durch besonders geformte Schaufeln vermeidet man das bei ältern Konstruktionen der V. auftretende brummende und heulende Geräusch. Nebenstehende Figur stellt einen solchen geräuschlosen V. von G. Schiele im Längenschnitt und Querschnitt dar. Veutilhahn, die Vereinigung sämtlicher Ventile einer Pumpe oder Feuerspritze in einem leicht auszuhebenden hahnartigen Körper, womit die Möglichkeit gegeben ist, durch Lösen einer einzigen Schraube während des Gebrauchs bei etwaigen Störungen die Ventile nachzusehen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 160Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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