FeedWachsfarbe
Bildende KunstBau-Lexikon 1881

Wachsfarbe, f., franz. couleur à cire, engl. waxpigment, das Bindemittel besteht in der Regel aus in Terpentinöl aufgelöstem Wachs; sie dunkelt nicht nach, kann aber bei uns im Norden nur als innerer Anstrich gebraucht werden, da sie durch Kälte spröde wird. Man unterscheidet Wachsölfarbe (s. d. Art. Wachsmalerei 2.) u. Wachsleimfarbe; letztere bereitet man entweder durch Zusetzen von Wachs beim Kochen des Leimes, worauf aber leicht beim Erkalten sich Klümpchen bilden, also die Farbe warm aufgebracht od. nachher frottirt werden muß, oder indem man das Wachs mit Terpentin auflöst u. so der Leimfarbe zurührt. Ueber Umwandlung von Leimfarbe in W. s. d. Art. Wachsmalerei 3.; vgl. auch d. Art. Cerophanie und Enkaustik.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 439Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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