Kaiser (Friedr.), Schlachtenmaler, geb. zu Lörrach in Baden 21. Jan. 1815, kam mit geringer künstlerischer Vorbildung nach Paris, wo das Studium der großen Schlachtenmalerei des Horace Vernet für seine Richtung entscheidend war. Nach Deutschland zurückgekehrt, lebte er zuerst in München und Karlsruhe, seit 1850 in Berlin. Seine Kriegsbilder, welche er hier in verschiedenen malerischen Techniken, besonders aber in Olmalerei entwarf, sind sowohl der frühern Geschichte als den Ereignissen der Gegenwart entnommen. So lieferten ihm von dem Revolutionsjahre 1848 bis zum Deutsch⸗-Französischen Kriege die Tagesbegebnisse vielfache Themen; das preuß. Lager bei Düppel 1864 stellte er in Wasserfarben dar, 1879 malte er das größere Olbild einer Inspizierung des Deutschen Kaisers vor Paris. Unter seinen Werken histor. Inhalts sind Konradin bei Tagliacozzo (1863) und die Schlacht von Belle-Alliance wohlgelungen. K.s Hauptstärke liegt mehr in Zeichnung und Komposition als in der Farbengebung.