Kalfatern heißt in der Schiffsbaukunst die Nähte zwischen den Planken, mit denen der Schiffsrumpf bekleidet wird, mit Werg verstopfen und darüber Pech streichen, um sie wasserdicht zu machen. Das Werg wird mit besondern Stemmeisen (Kalsatereisen) scharf zwischen die Nähte getrieben, über demselben bis an die obere Fläche der Planken ein etwa 1em hoher freier Raum gelassen und dieser mit kochendem Pech vollgegossen. Das Wort ist arab. Ursprungs und im Mittelalter durch die Italiener in die abendländ. Sprachen gelangt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 24Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei