Kalliwoda (Joh. Wenzel), bekannter Komponist und Violinist, geb. 21. Febr. 1801 zu Prag, wurde von seinem 10. Jahre an auf dem Konservatorium daselbst gebildet, kam mit 16 Jahren als Violinist in das Theaterorchester und lernte auf einer Kunstreise 1822 zu München den Fürsten von Fürstenberg kennen, der ihn zu seinem Hofkapellmeister in Donaueschingen ernannte. Diesem Amte stand er bis 1853 vor, wo er pensioniert wurde und zu Karlsruhe seinen Wohnsitz nahm, und starb hier 3. Dez. 1866. Er schrieb Violinsoli, Ouverturen, Symphonien, Phantasien u. s. w. Wilhelm K., des vorigen Sohn, geb. zu Donaueschingen 19. Juli 1827, erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium zu Leipzig und wurde 1848 Musikdirektor an der kath. Kirche zu Karlsruhe, später Hofkapellmeister daselbst, ist aber seit 1875 pensioniert. K. komponierte Ouverturen, Symphonien, Lieder u. s. w., in denen er wesentlich der Mendelssohnschen Richtung folgte.