Weinlig (Christian Theod.), Komponist und theoretischer Musiker, geb. 25. Juli 1780 zu Dresden, studierte in Leipzig die Rechte. Er praktizierte hierauf als Advokat bis 1804 in Dresden, und widmete sich dann unter der Leitung seines Onkels, Christian Ehregott W., der Kantor an der Kreuzschule zu Dresden war, ganz dem Studium der Tonkunst. Im J. 1806 ging er nach Italien, nach seiner Rückkehr nach Dresden erhielt er 1814 das Amt des Kantors an der Kreuzkirche, legte jedoch 1817 diese Stelle nieder und privatisierte nun in Dresden, bis er 1823 Kantor an der Thomasschule in Leipzig wurde. Er starb daselbst 7. März 1842. Als Komponist ist W. durch mehrere Hefte Singübungen, viele geistliche Musiken u. s. w. bekannt geworden. Vorzüglich geschätzt war er als theoretischer Musiker. Nach seinem Tode erschien seine 4Theoretisch-praktische Anleitung zur Fuge⸗ (Dresd. 1845).